Paul-Gerhard Sinn ist kommissarischer Vorsitzender der Wuppertaler Stadtmission, die das Café Prio in der Barmer Innenstadt betreibt. Das Café ist in Wuppertal ein Raum der Begegnung. Hier treffen sich Menschen nicht nur, um Kaffee zu trinken oder Kuchen zu essen, sondern hier finden sie auch Hilfe und Beratung. Beispielsweise in der Sozialberatung, weil sie in Notlagen sind, im Sprach-Café, weil sie Deutsch lernen wollen, oder im Fahrrad-Reparatur-Café, weil das eigene Zweirad kaputt ist.

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Direkt vor seinem Café beginnt nun der Umbau des Werths, der zentralen Einkaufsstraße in Barmen. Zunächst entsteht hier eine Musterfläche. Bis Ende 2026 soll der Umbau abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 7,3 Millionen Euro. Doch was bedeutet das für einen Händler wie Sinn?

Werth-Umbau: Sinn erhofft sich eine lebendigere Innenstadt in Barmen

„Das bedeutet, dass die Fußgängerzone eine neue Aufenthaltsqualität bekommt, die Menschen dazu einlädt, nicht nur von A nach B zu rennen, sondern sich Zeit zu lassen, zu flanieren, zu schauen und die Geschäfte anders wahrzunehmen“, sagt der Café-Betreiber. „Auch unser Café übrigens.“ Sinn erhofft sich also mehr Kundschaft, eine lebendigere Barmer Innenstadt.

Umbau am Werth in Wuppertal – Jetzt geht es los

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    Wenn er aktuell in seinem Café sitzt, erlebe er es oft, „dass Menschen vorbeihetzen“, sagt Sinn. „Es lohnt nicht, stehen zu bleiben. Es gibt nichts zu entdecken. In dem Augenblick, wo eine Straße schön ist, wo der Kulturteppich (was sich hinter dem Begriff verbirgt, kannst du hier lesen) einlädt, zu schauen, werden Passanten auch die Häuser rechts und links wieder anschauen.“