Die Stimmung in der Wirtschaft ist schlecht, das Reformtempo der Regierung überschaubar, die Diskussion bei „Maybrit Illner” bleibt ohne Lösung.  Die Talk-Sendung am Donnerstagabend startet hingegen überraschend. Denn wegen eines Trauerfalls in der Familie der eigentlichen Moderatorin Maybrit Illner springt an diesem Donnerstagabend die „auslandsjournal”-Moderatorin Shakuntala Banerjee ein. 
 
Bürokratie, Investitionsschwäche, Fachkräftemangel, teure Energie und ein Sozialstaat, dessen Kosten umso schneller steigen, wie die Wirtschaftskraft sinkt. Es gibt in Deutschland eine Reihe von immer größer werdenden Problemen. Darum geht es auch in der Talkshow an diesem Abend.

Eigentlich soll auch die Frage diskutiert werden, welche Opfer die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes bringen müssen, damit Deutschland wieder konkurrenzfähiger wird. Mehr arbeiten, wie es gerade Teile der CDU in einem Vorschlag zur Einschränkung der Teilzeit fordern? Oder aber müssen staatliche Leistungen durch eine Reform des Sozialstaats eingespart werden?

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„Maybritt Illner“: Das waren die Gäste: 

  • Lars Klingbeil (SPD), Vizekanzler, Bundesfinanzminister, SPD-Vorsitzender
  • Hildegard Müller, Präsidentin Verband der Automobilindustrie (VDA) e.V.
  • Gabriel Felbermayr, Ökonom, u.a. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Eva Quadbeck, Chefredakteurin und Leiterin des Hauptstadtbüros „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND)
Die Gäste bei „Maybrit Illner“ am Donnerstagabend (von links): Hildegard Müller, Lars Klingbeil, Moderatorin Shakuntala Banerjee, Eva Quadbeck und Gabriel Felbermayr.
Die Gäste bei „Maybrit Illner“ am Donnerstagabend (von links): Hildegard Müller, Lars Klingbeil, Moderatorin Shakuntala Banerjee, Eva Quadbeck und Gabriel Felbermayr. © ZDF/Jule Roehr

Ausgerechnet Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) e.V. bringt es am Ende der Sendung auf den Punkt: „Es ist auch heute wieder nur an der Oberfläche klar geworden, wo wir was tun müssen. So kommen wir nicht weiter.”  
 
Für Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) ist klar: Wirtschaftswachstum und Verteidigung – das sind die zwei Hauptaufgaben in den kommenden Monaten. Müller sieht da noch mehr Probleme: Energiekosten, Bürokratieabbau, you name it. All das, was seit Jahren gefordert wird, um als Wirtschaftsstandort für Unternehmen attraktiv zu sein und sie dazu zu bringen, langfristig in den Standort Deutschland zu investieren und damit letztlich auch Europa zu stärken.  

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„Maybritt Illner” im ZDF: Wirtschaftswachstum – „Warum klappt es nicht?”  

 
„In 20 Jahren werden wir zurückschauen und sagen: ‘Das war die Zeit, in der sich die Welt neu geordnet hat. Ob Europa dann noch bei den Großmächten mitspielt, ist noch nicht sicher”, mahnt Eva Quadbeck, Chefredakteurin und Leiterin des Hauptstadtbüros „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) an.  

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Um also in Zukunft noch mitspielen zu können, muss massiv investiert werden – etwas, dass alle Gäste und Gästinnen an diesem Abend immer und immer wieder wiederholen. Und auch das sind wahrlich keine Neuigkeiten. Oder wie Moderatorin Shakuntala Banerjee es an einer Stelle sagt: „Eigentlich haben wir alles, was wir brauchen, aber warum klappt es dann nicht?”  

 Die Vermutung von Quadbeck: „Weil die Politik sich aus Angst vor der AfD nicht traut, den Hebel dort anzusetzen, wo es nötig wäre. Sie versucht es so zu machen, dass die Menschen das nicht spüren.” Und weiter: „Der SPD sitzt die gestärkte Linkspartei im Nacken, der Union die AfD. Das Korsett, in dem man Reformen machen kann, ist enger geworden.” Und wie genau solche nötigen Reformen aussehen könnten, das wissen die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes auch nach dieser Talkshow nicht.