Ob „Levels“, „Silhouettes“ oder „Wake me up“: Songs und Melodien des 2018 verstorbenen schwedischen DJs Avicii waren beim diesjährigen Tomorrowland-Festival allgegenwärtig. Weil die Werke des Genies die Szene geprägt und elektronische Musik in den Mainstream katapultiert haben, einerseits. Andererseits ist der erste Auftritt von Tim Bergling auf der Hauptbühne inzwischen 15 Jahre her, sein Vermächtnis feierte der Veranstalter deshalb auch wieder mit einer speziellen „Tribute experience“ – wir haben sie besucht.
Die immersive Erfahrung präsentierte Tomorrowland erstmals im vergangenen Jahr. Für das Eintauchen in die Welt des Künstlers mit Video-, Licht- und Soundeffekten sowie erstmals Requisiten stellten die Veranstalter wieder ein eigenes Gebäude auf das weitläufige Festivalgelände im belgischen Boom. Und die Fans kamen auch 2026 in Scharen: Vorher online buchbare Vorstellungen waren ausverkauft, für die frei zugänglichen Zeitslots bildeten sich Besucherschlangen.
„Avicii Tribute Experience“ beim Tomorrowland-Festival zeigt Wirken des Künstlers
Herzstück der „Tribute experience“ auf 144 Quadratmetern ist eine LED-Screen-Wand, auf der nach einem Timer ein zehnminütiges Video abläuft: Gezeigt werden exklusive Szenen von seinen Auftritten beim Festival zwischen 2011 und 2015, Arbeiten im Studio etwa mit dem Soulmusiker Aloe Blacc und Interviewschnipsel.

Welche Kraft die Musik des Schwedens auch noch ein Jahrzehnt später entwickelt, wird deutlich, als die Besucher während der Vorführung anfangen, bei seinen Songs mitzusingen. Auch die eine oder andere Träne kullert die Wangen herunter.
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Erstmals außerhalb des Avicii-Experience-Museums in Stockholm werden außerdem Requisiten gezeigt, mit denen der Künstler seine Musik produzierte. Eine Akustikgitarre, ein Keyboard und ein frühes Mischpult bekommen die Besucher ebenso zu sehen wie Fotografien des DJs in Aktion.

Aviciis Vermächtnis wird also weiter gepflegt. Und vermarktet: Am Ausgang wartet eine exklusive Merchandise-Kollektion auf zahlungsbereite Kundschaft. Das Tribut-T-Shirt gibt es für 70 Euro, den Hoodie für 120 Euro.



