Wo werden Hitzerekorde gebrochen? Wie heiß ist dieser Sommer im langfristigen Vergleich? Wie ist es bei Ihnen? Checken Sie Ihre nächstgelegene Wetterstation!
In diesem Sommer ist der bisherige deutsche Hitzerekord bereits geknackt worden – mit 41,3 °C in Saarbrücken-Burbach (Saarland), gemessen am Freitag (26. Juni). Da waren weitere Rekorde schon in Sicht. Der bisherige Höchstwert von 41,2 °C wurde am 25. Juli 2019 an den Wetterstationen Duisburg-Baerl und Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen gemessen. Die 40-Grad-Marke wurde in Deutschland erstmals Anfang der 80er-Jahre überschritten: Der damalige Hitzerekord von 40,2 °C am 27. Juli 1983 im bayerischen Gärmersdorf sollte aber mehr als drei Jahrzehnte bis zum Sommer 2015 halten.
Extreme Temperaturen über 40 °C sind aber seit der Jahrtausendwende wahrscheinlicher geworden. Im vergangene Sommer 2025 wurde die 40-Grad-Marke nur knapp nicht überschritten: Der bundesweite Spitzenwert lag 39,3 °C – gemessen am 2. Juli in Andernach am Mittelrhein in Rheinland-Pfalz.
Die Karten geben einen visuellen Überblick über die Wetterlage des Sommers 2026 im Vergleich zu den Sommern der letzten drei Jahrzehnte. Wo war es diesmal außergewöhnlich warm? Wo regnete es mehr als üblich, wo weniger? Schien die Sonne häufiger? Und an welchen Orten häuften sich die Hitzetage?
Auf den Karten sind Hunderte Wetterstationen in ganz Deutschland als Punkte dargestellt – eingefärbt nach Abweichungen ihre aktuellen Werte vom langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Zum besseren Erkennen der Lage sind die Flächen zwischen den Punkten als Farbverläufe interpoliert.
Für die Vergleiche des Sommers 2026 mit seinem langfristigen Mittel gilt immer die gleiche kalendarische Zeitspanne: der meteorologische Sommer bislang - 1. Juni bis maximal 31. August. Als „Normal“ werden alle aktuellen Wetterwerte bezeichnet, die den mittleren Bedingungen in der langjährigen Periode entsprechen.
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Die 30 Jahre von 1991 bis 2020 hat Weltwetterorganisation WMO als aktuelle Klimanormalperiode festgelegt. Sie steht für das „erlebte“ Klima in der Erinnerung vieler. Diese Periode ist bei den Karten festgelegt- und bei der Auswertung einzelner Stationen voreingestellt. Hier können Sie die Vergleichsperiode wechseln. Die Periode von 1961 bis 1990 steht für die Zeit vor dem vollen Einsetzen des Treibhauseffektes. Die Durchschnittswerte dieser Periode ziehen Meterologen für langfristige klimatologische Einordnungen heran.
Ein Projekt des Interaktiv-Teams, von André Pätzold, Jeremias Volker, Carla Grefe-Huge und Sebastian Vollnhals
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