Förderer von Harald Schmidt

WDR-Unterhaltungschef Axel Beyer geht

Foto: ddp

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Der WDR baut die Unterhaltungsredaktion um. Der jetzige Chef Axel Beyer (58) verlässt den öffentlich-rechtlichen Sender Ende März. WDR-Sprecherin Kristina Bausch bestätigte gegenüber der WR einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Beyer leitete die Abteilung seit April 2003. Ihm folgt kommissarisch Siegmund Grewenig, wie WDR-Sprecherin Bausch sagte. Derzeit verantwortet Grewenig als Bereichsleiter Produkte der WDR-Rubrik "Kinder und Familie". Gleichzeitig ist er zuständig für die ARD-Familienkoordination.

Bauch sagte weiter, die Senderspitze um Intendantin Monika Piel habe bereits die Kandidaten für Beyers Nachfolge im Blick. Namen sollen aber erst Mitte März bekannt werden.

Beyer will sich auf seine Tätigkeit als Professor an der Kölner Hochschule Fresenius konzentrieren. Außerdem bleibt er dem WDR als freier Mitarbeiter erhalten. So soll er weiter bei Shows wie "Frag doch mal die Maus" für das Gemeinschaftsprogramm der ARD mitwirken. Mit "Frag doch mal die Maus" leistete Beyer einen Beitrag zur Wiederauferstehung der Familienshow am Samstagabend im Ersten.

Förderer von Harald Schmidt

Seinem Engagement von Oliver Pocher als Junior-Partner von Harald Schmidt war indes weniger Glück beschieden. "Schmidt & Pocher" kamen beim Publikum nicht richtig in Fahrt. Zudem eckte Pocher eher ungewollt an - vom "Nazometer" über Lady Bitch Rays angebliches "Intimsekret" bis hin zu einer Stauffenberg-Parodie.

Unbestritten aber sind Beyers Verdienste als Unterhaltungsexperte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Für den heute im RBB aufgegangenen Sender SFB produzierte er die erfolgreiche Sendung “Maz ab" mit Harald Schmidt. In seine Zeit als Unterhaltungschef beim WDR in den Jahren 1991 bis 1995 fallen Klassiker wie "Geld oder Liebe", "Boulevard Bio" und "Flitterabend". Auch als Unterhaltungschef beim ZDF hat Axel Beyer neue Unterhaltungsformate wie "Lukas" mit Dirk Bach entwickelt.

Pädagoge und Schauspieler

Axel Beyer wurde am 24. November 1950 in Hamburg geboren. Der studierte Pädagoge arbeitete als Schauspieler, Chef-Disponent und Spielleiter. 1983 begann er als Redakteur beim WDR. Dorthin führte ihn sein Weg auf der Karriereleiter immer wieder zurück.

Doch auch in der privaten Wirtschaft war Beyer erfolgreich - so als Programmchef bei Endemol Entertainment und Berliner Produktionsfirma Prima Idee.

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