Rot-Weiss Essen kann pünktlich zum Relegations-Hinspiel gegen Greuther Fürth (Freitag, 22. Mai, 20:30 Uhr) einen wichtigen Rückkehrer begrüßen. „Uns war klar, dass mit Franci Bouebari und Klaus Gjasula zwei Spieler zumindest für das Hinspiel sicher ausfallen werden. Lucas Brumme dagegen hat es auf den Trainingsplatz geschafft und wird einsatzfähig in den Kader zurückkehren“, sagte Trainer Uwe Koschinat auf der Pressekonferenz im Vorfeld.

Eine sehr gute Nachricht für die Essener, für die sich Brumme (35 Spiele, drei Tore, neun Vorlagen) unverzichtbar gemacht hat. „Lucas hat eine hervorragende Saison gespielt und ist sehr wichtig für uns.“ Während Brumme in die Startelf zurückkehren könnte, dürfte die Gjasula-Rolle gegen die Fürther wieder Gianluca Swajkowski zufallen. Beim 1:0 gegen den SC Verl hatte der 21-Jährige sein unverhofftes Comeback gefeiert und zum Sieg getroffen. Auch beim jüngsten 3:2-Sieg gegen den SSV Ulm 1846 durfte Swajkowski wieder starten.

Rot-Weiss Essen - SC Verl
Linksverteidiger Lucas Brumme fehlte Rot-Weiss Essen zuletzt. Seine Verletzung hat er überraschend schnell überstanden.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Rot-Weiss Essen: Pressekonferenz mit Trainer Uwe Koschinat im Ticker zum Nachlesen

Allerdings: Er wurde stets nach gut einer Stunde ausgewechselt. „Es ist einfach eine Frage der Matchpraxis. Ich glaube, dass er schon vor dem Verl-Spiel so viel Nervosität und Anspannung in seinem Körper hatte, dass die gegen Fürth gar nicht größer sein kann“, sagte Koschinat.

Der 54-Jährige lobte seinen Youngster: „Er versteht es, taktische Disziplin mit einer sehr, sehr guten persönlichen Einschätzung seines Leistungsvermögens zu verbinden. Ich glaube, dass er einfach ganz genau weiß, was er kann. In diesen gesicherten Abläufen gibt er der Mannschaft sehr, sehr viel Sicherheit und stabilisiert.“

Uwe Koschinat
Uwe Koschinat tritt mit Rot-Weiss Essen in der Relegation gegen Greuther Fürth an.© Christoph Reichwein/dpa | Christoph Reichwein

Eigenschaften, die sonst Gjasula auf den Rasen bringt. Swajkowski ließe sich durchaus mit dem Essener Leader vergleichen, wobei Gjasula natürlich noch einmal eine ganz andere Ausstrahlung als sein 15 Jahre jüngeres Pendant auf den Rasen bringt. Ein Wechselspiel mit Ruben Reisig sei ebenso denkbar, wie eine Variante mit zwei offensiven Achtern, wie RWE sie in Ulm gespielt hat. Und auch im Sturm ist noch nicht alles geklärt. Mit Marek Janssen, Jaka Cuber Potocnik und Ramien Safi stehen Koschinat drei Stürmer mit unterschiedlichen Profilen zur Verfügung.

Janssen hatte zuletzt etwas das Nachsehen, kam auch in Ulm von der Bank. „Vielleicht hat sich gerade die Hierarchie vorne etwas verändert, aufgrund der unterschiedlichen Anforderungsprofile, die wir im Spiel haben“, sagte Koschinat. „Deswegen bin ich mir sicher, dass Marek von der Bank ein absoluter Topspieler ist, der unser Spiel sofort enorm verändern wird und der darüber hinaus natürlich auch unheimlich viel Selbstvertrauen in die Endphase der Saison mitnimmt.“

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Gut möglich also, dass gegen die Fürther, wie auch in Ulm, das Duo Cuber Potocnik/Safi beginnen wird. Wobei für Janssen seine enorme Heimstärke spricht. „Er hat enorm gegen Widerstände angekämpft und sich, gerade in unserem Stadion, einen richtig tollen Status erarbeitet. Insofern wird er natürlich ein Schlüssel für diese Relegationsspiele sein“, sagte Koschinat abschließend in Richtung Janssen.