Überraschend traf die Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg die Mitteilung aus der DFB-Zentrale nicht. Stürmer Tyger Lobinger erhielt für seinen Ellbogenstoß im Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg (2:1) am vergangenen Samstag eine Sperre für drei Spiele. Der japanische Schiedsrichter Ryo Tanimoto hatte im Jahnstadion mit Verzögerung – erst sein Assistent hatte für die Spielunterbrechung gesorgt – die Rote Karte gezückt. MSV-Trainer Dietmar Hirsch erachtet das Strafmaß als zu hoch. „Das kann ich nicht nachvollziehen“, sagte der Zebra-Trainer am Donnerstag.
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Nach Ansicht des Sportgerichtes ließ sich Tyger Lobinger am vergangenen Samstag gegen Jahn-Kapitän Felix Strauss zu einer Tätlichkeit hinreißen. Das führte in der Konsequenz zu der harten Strafe. Auch viele Fans machten in den sozialen Medien ihrem Ärger Luft. In den Fokus geriet dabei auch noch einmal das MSV-Spiel in Regensburg in der vergangenen Saison. Jahn-Kapitän Christian Kühlwetter hatte Jakob Bookjans so schwer verletzt, dass der MSV-Spieler ein halbes Jahr ausgefallen war und in der gesamten Saison nahezu keine Rolle spielen konnte. Kühlwetter erhielt für sein Foul „nur“ vier Spiele Sperre.
Tyger Lobinger wird für die Zebras somit erst nach der Länderspielpause im Oktober für die Zebras im Ligabetrieb wieder in Aktion treten können. Aber Dietmar Hirsch „will nicht jammern“, wie er am Donnerstag im Pressegespräch zum Derby bei Fortuna Düsseldorf am Samstag (14 Uhr, Merkur Spiel-Arena, live im Ticker der Redaktion) sagte. Auf die Frage, wie er auf den Ausfall des Topstürmers reagieren wolle, sagte Hirsch: „Wir bringen einfach den nächsten Topstürmer. Ich mache mir da keine Sorgen.“
Das dürfte dann am Samstag Peter Remmert sein. Der Neuzugang vom FC Schalke 04 leitete am vergangenen Samstag mit seinem Treffer zum 1:1 gegen Regensburg als Einwechselspieler die Wende ein. Remmert muss und will in den nächsten Partien unter Beweis stellen, dass der Begriff „Topstürmer“ auf ihn auch wirklich passt. Tyger Lobinger jedenfalls ist sich da sicher: Der vierfache Ligatorschütze lief in Regensburg demonstrativ auf Remmert zu, um ihm zu gratulieren.

Florian Krüger wird als Alternative wohl nicht bereitstehen. Die Chancen auf einen Kaderplatz für Krüger liegen laut Hirsch bei 50 Prozent. Der 27-Jährige laboriert noch an den Folgen einer Oberarmverletzung. Krüger sei zwar bereit, so Hirsch, aber zu Beginn einer englischen Woche will der Trainer auch kein unnötiges Risiko eingehen. Noch kein Kandidat für einen Kaderplatz ist Dennis Borkowski, der in der kommenden Woche die Intensität im Mannschaftstraining erhöhen soll.
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Dafür dürfte erstmals Freddy Christensen im Aufgebot stehen. Der Däne hat seinen Muskelfaserriss auskuriert. Der Linksverteidiger befindet sich schon seit längerer Zeit im Teamtraining. In Düsseldorf soll er nun auf der Bank sitzen.



