Die Beförderung war ein Automatismus. Alexander Hahn verließ den Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, indem er zum Regionalligisten 1. FC Bocholt wechselte, und Rasim Bulic war fortan auch offiziell der Mannschaftskapitän der Zebras. Trainer Dietmar Hirsch teilte das auf Nachfrage bei der Spieltagspressekonferenz vor dem Match bei Jahn Regensburg mit. Eine große Sache war das nicht mehr, und eine Überraschung war es auch nicht mehr.

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Rasim Bulic hatte schon in den ersten drei Ligaspielen und im DFB-Pokalmatch gegen den Bundesligisten SV 07 Elversberg (1:3) als Vizekapitän die Binde getragen. Alexander Hahn hatte bekanntermaßen für alle Partien keine Kadernominierung erhalten, was dann auch letztlich dazu führte, dass der 33-Jährige den Verein wechseln wollte. Rasim Bulic musste das Stück Stoff also nicht anprobieren. Es passte ihm schon seit Saisonbeginn.

Ich glaube, das mache ich schon gut.

Rasim Bulic, MSV-Kapitän

„Ich habe Spaß. Ich will vorangehen“, sagte Rasim Bulic nach dem 2:1-Sieg bei seinem Ex-Klub Jahn Regensburg am vergangenen Samstag, als er erstmals als Chefkapitän auf dem Platz unterwegs gewesen war. „Als Kapitän kümmere ich mich um alle. Das ist die Aufgabe“, sagte der 25-Jährige und fügte trocken hinzu: „Ich glaube, das mache ich schon gut.“ Mit Bulics Beförderung rückte Joshua Bitter als zweiter Vizekapitän neben Can Coskun auf. Tobias Fleckstein erhielt ein neues Mandat im Mannschaftsrat.

Rasim Bulic geht auch in Hinblick auf das Selbstbewusstsein voran. Der Fehlschuss an den Pfosten im letzten Spiel der vergangenen Saison gegen Viktoria Köln, der am Ende die Teilnahme an der Relegation gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth kostete, ist dem gebürtigen Frankfurter nicht mehr anzumerken. Bulic denkt positiv. Auch in Regensburg standen für ihn nur die drei Punkte im Fokus. Die Rote Karte gegen Stürmer Tyger Lobinger habe die Mannschaft nicht aus dem Konzept gebracht. „Wir wollten gewinnen“, so Bulic zur Stimmung in der Kabine zur Halbzeitpause. Mit seiner Kopfball-Vorlage erzielte er dann auch den Assist zum Siegtreffer von Tobias Fleckstein.

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Nun steht für die Zebras mit dem Derby bei Fortuna Düsseldorf am Samstag (14 Uhr, Merkur Spiel-Arena) ein heißes Duell an. Rasim Bulic fühlt sich in solchen Partien wohl. Nach dem Sieg in Regensburg sagte der defensive Mittelfeldspieler, der zuletzt in der Abwehrkette unterwegs war: „Der Hunger ist da und wir wollen weiter Gas geben.“