TSV Weißtal vor dem Start

„Nicht den großen Zampano machen“

Neu beim TSV Weißtal (von links), hinten: Joel Kalambay, Janik von der Heiden, Bayram Basyigit, Trainer Lars Toborg; vorne: Florian Schulz, Jason Spencer, Alen Eminovic. Foto: Schaumann

Neu beim TSV Weißtal (von links), hinten: Joel Kalambay, Janik von der Heiden, Bayram Basyigit, Trainer Lars Toborg; vorne: Florian Schulz, Jason Spencer, Alen Eminovic. Foto: Schaumann

Foto: Horst Schaumann

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Wilnsdorf-Gernsdorf. Lange hatten sich die Verantwortlichen des TSV Weißtal bei der Besetzung des Traineramtes Zeit gelassen, um dann einen echten Kracher zu präsentieren.

Ex-Zweitliga-Profi Lars Toborg leitet seit zwei Wochen den Trainingsbetrieb auf dem Gernsdorfer Henneberg. Im Gespräch mit unserer Zeitung schildert der 34-Jährige positive Eindrücke, die er in dieser kurzen Zeitspanne beim Landesligisten erlebt habe.

Leistungsorientiertes
Niveau vorgefunden

„Natürlich weiß ich, dass wir hier nicht im professionellen Bereich sind. Aber ich habe hier ein leistungsorientiertes Niveau vorgefunden. Alle ziehen voll mit, das ist absolut lobenswert“, befindet der frühere Sportfreunde-Spieler.

Nach zwei Jahren Zweitliga-Fußball bei RW Ahlen ist das Engagement in der Landesliga sicherlich ein harter Schnitt. Toborg ergriff die plötzliche Einstiegs-Möglichkeit in den Trainer-Beruf jedoch beim Schopfe. „Sicherlich ist ein kleines Risiko da, ich begebe mich auf mir wenig bekanntes Terrain.“ Überzeugt ist er indes, dass er seine langjährigen Profi-Erfahrungen als Spielertrainer an die überwiegend junge Mannschaft weitergeben kann.

Gegenüber den TSV-Verantwortlichen hat der gebürtige Bremerhavener klare Vorstellungen formuliert. Dazu zählt der Aufbau von semi-professionellen Strukturen. Für Toborg sind das unter anderem Disziplin auf und neben dem Platz, ein einheitliches Auftreten der Mannschaft, die Beschäftigung eines Physiotherapeuts und eines Torwart-Trainers. Im Gegenzug verspricht er, sich diesen hohen Anforderungen auch selbst stellen zu wollen.

„Ich will hier nicht als Ex-Profi den großen Zampano machen und ich bin auch als Spieler nicht der alleinige Heilsbringer“, betont Toborg. „Die Rechnung, wir schießen den Ball immer nach vorne und der Toborg macht jedes Spiel zwei Tore, wird so nicht aufgehen.“ Natürlich weiß er aber, dass die Erwartungshaltung speziell an den Stürmer Toborg groß ist.

Ein konkretes Saisonziel möchte der neue Trainer nicht ausgeben. „Dafür kenne ich die Liga einfach noch zu wenig.“ Klar sei aber, dass man als Tabellenzweiter wieder versuchen wolle, oben mitzumischen. Ansonsten gehe es ihm auch darum, attraktiven Fußball anzubieten.

Bei einer solch prominenten Trainer-Personalie geraten die weiteren personellen Veränderungen ein wenig in den Hintergrund. Doch davon gab es in der Sommerpause beim TSV Weißtal reichlich.

Bewegung ist vor allem auf der Torhüter-Position zu vermelden. Nachdem die beiden bisherigen Schlussleute Patrick Habbel und Oliver Broska ihr Laufbahn-Ende verkündet haben, bewerben sich nun drei Neulinge um den Platz zwischen den Pfosten. Alen Eminovic kommt von der Reserve der Sportfreunde Siegen an den Henneberg zurück. Jannik von der Heiden wechselt von Borussia Salchendorf und Jason Spencer von der SpVg Neunkirchen.

Florian Schulz (TuS Erndtebrück) soll das Weißtaler Mittelfeld verstärken, Bayram Basyigit (SG Herdorf) ist als Angreifer eingeplant. Kurzfristig wurde außerdem Joel Kalambay (Germania Salchendorf) verpflichtet.

Verlassen haben den Verein Florian Schnorrenberg (Spielertrainer TuS Erndtebrück II), Manuel Hatzig (Germania Salchendorf), Mats Schölzke (1. FC Dautenbach) und Benjamin Thorbeck (SF Siegen II). Außerdem geht Florian Schäfer ein Jahr auf Weltreise.

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