Der TuS Ferndorf hat sein Vorbereitungsspiel gegen den Bundesligisten TBV Lemgo mit 25:32 (6:10) verloren. Vor 500 Zuschauern in der heimischen Halle zeigte die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt aber eine engagierte Leistung und spielte die zweite Halbzeit ausgeglichen.
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Vor allem in der Abwehr präsentierten sich die Ferndorfer griffig. Lemgo tat sich im gebundenen Spiel schwer, musste sich jedes Tor hart erarbeiten. „Das ist das, was wir uns vorgenommen haben, wo der Schwerpunkt drauf lag in den letzten Tagen“, sagte Klatt nach der Partie. „Die Jungs haben das super umgesetzt.“ Auch die beiden Torhüter hätten einen guten Job gemacht und die Abwehr zusätzlich stabilisiert.
Ich freue mich für ihn, dass er in dieser Art und Weise schon Verantwortung übernehmen kann. Das wird wichtig sein für uns.
Ceven Klatt, über Neuzugang Mikael Helmersson
Bester Werfer bei Ferndorf war Neuzugang Mikael Helmersson mit neun Toren. Der Italiener hatte das vorherige Testspiel noch geschont, gegen Lemgo stand er nun bewusst auf dem Feld. „Mein Plan war schon, ihm heute diesen Härtetest zu unterziehen“, so Klatt. „Ich freue mich für ihn, dass er in dieser Art und Weise schon Verantwortung übernehmen kann. Das wird wichtig sein für uns.“
Löher als Gastspieler im Rückraum
Weitere Treffer erzielten Daniel Hideg (4), Marvin Mundus (3/1), Tom Jansen, Thore Rahmlow und Max Löher (je 2) sowie Fabian Hecker, Philipp Würz und Finn Scharnweber (je 1). Löher lief mit einem Gastspielrecht für Ferndorf auf – wegen der Ausfälle von Nico Schnabl, Julius Fanger und Soeren Servos fehlt es dem Team im rechten Rückraum an Alternativen. „Max hat das heute sehr gut gemacht“, lobte Klatt.
Im Vorfeld war in sozialen Netzwerken gemutmaßt worden, Ferndorf müsse angesichts der Verletztenliste gegen Lemgo eigentlich gar nicht erst antreten. Klatt ließ sich davon nicht beirren: „Für uns ist jedes Spiel eine Chance, uns weiterzuentwickeln. Die Jungs hatten eine maximale Herausforderung an Gegner, um sich zu beweisen – und haben das über weite Strecken sehr gut gemacht.“
Mattes Michel neuer Kapitän, Philipp Würz sein Vertreter
Am Rande der Partie machte Klatt außerdem die neue Hierarchie im Team offiziell: Mattes Michel führt den TuS Ferndorf künftig als Kapitän aufs Feld, sein Stellvertreter ist Philipp Würz. Die Entscheidung traf Coach Klatt im Trainingslager.
Das Spiel gegen Lemgo bildete den Abschluss der Trainingswoche. Klatts Fazit fällt positiv aus: „Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.“ Im Vergleich zum vorangegangenen Test gegen den TuS Opladen sei die Entwicklung sichtbar – in der Zuordnung in der Abwehr, in der Abstimmung zwischen Halbpositionen und Innenblock und im Torhüterspiel. „Viele kleine Schritte, aber wir entwickeln uns von Tag zu Tag.“
Ob die Anfangsformation vom Sonntag auch am ersten Spieltag so auflaufen wird, ließ Klatt offen: „Ich weiß noch gar nicht, wer uns alles zur Verfügung steht, wer vielleicht noch zurückkommt. Wir haben viele Optionen – und das ist das Schöne.“





