Der Sponsorenabend des TuS Ferndorf stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Wandels. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern, Sponsoren und Gästen lud der Handball-Zweitligist in die Hallen der Firma Georg nach Kreuztal ein, wo sich der Verein nicht nur als sportlicher Akteur, sondern auch als Organisation im Veränderungsprozess präsentierte.

Noch bevor das offizielle Programm begann, füllte sich das Foyer der Firma Georg mit angeregten Gesprächen. Die geladenen Gäste nutzten die Zeit für den persönlichen Austausch. Unterstützt wurde der Abend dabei von Spielern der A-Jugend des TuS Ferndorf, die den Empfang bereiteten und so früh ihren Teil zu einer gelungenen Atmosphäre beitrugen.

Leistungssport fordert Offenheit für Veränderung

Die offizielle Begrüßung übernahm Geschäftsführer Alexander Finke, der den roten Faden des Abends direkt aufgriff: „Change“ – Veränderung – sollte das zentrale Thema des Sponsorenabends sein. Anschließend begrüßte Mark Georg, Geschäftsführer der Firma Georg, die Gäste in den eigenen Hallen und stellte das Unternehmen sowie dessen Entwicklung kurz vor.

Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend der Vortrag von Jochen Beppler. Der ehemalige DHB-Juniorennationaltrainer sprach unter dem Titel „Veränderung hat kein Heimspiel – Wie geht der Leistungssport mit Change um?“ über die Herausforderungen, die Veränderungsprozesse im Spitzensport mit sich bringen. Dabei machte Beppler deutlich, dass Entwicklung nur möglich sei, wenn bestehende Strukturen hinterfragt würden. Veränderung bedeute nicht, „dass man Altes einfach besser mache“, sondern vielmehr, dass „Altes einen nicht mehr trägt“.

Finke treibt Wandel beim TuS Ferndorf mit neuen Strukturen voran

Anhand verschiedener Beispiele zeigte Beppler auf, wie Veränderungsprozesse entstehen und weshalb sie notwendig seien, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Eine zentrale Rolle spiele dabei auch die eigene Haltung gegenüber Veränderungen. Sein Ansatz: „Love it, change it or leave it.“ Gleichzeitig machte der ehemalige DHB-Trainer aber auch deutlich, dass nicht jeder eine solche Transformation erfolgreich überstehe.

Im Anschluss daran schlug Alexander Finke die Brücke zum TuS Ferndorf selbst und gab einen Einblick in die bereits angestoßenen Veränderungen innerhalb des Vereins. Seit dem 1. Februar 2026 ist Finke hauptamtlicher Geschäftsführer und löste damit die bisherigen ehrenamtlichen Geschäftsführer Mirza Sijaric und Dirk Stenger ab. Zudem soll die Sponsoren- und Partnerarbeit künftig weiter ausgebaut werden.

Markenprozess startet: TuS Ferndorf setzt auf neue Partner

Auch im Bereich Markenentwicklung und Vermarktung sollen neue Wege gegangen werden. So arbeitet der TuS Ferndorf ab der kommenden Saison gemeinsam mit „beright“ aus Iserlohn am Markenprozess. Gleichzeitig werde auch der Ticketverkauf optimiert – künftig in Zusammenarbeit mit der von Konzerten und Events bekannten Plattform Eventim.

Mit Blick auf die „Vision 2030“ machte Finke deutlich, dass der Verein auf einen kontinuierlichen Veränderungsprozess statt auf Stillstand setze. Ziel sei es unter anderem, die stärkste regionale Sponsorenplattform im Siegerland aufzubauen und die Stählerwiese langfristig zu einer emotionalen Heimspiel-Erlebniswelt weiterzuentwickeln.

Der Sponsorenabend machte deutlich: Beim TuS Ferndorf soll Veränderung nicht als Risiko verstanden werden, sondern als Chance, den Verein nachhaltig für die Zukunft aufzustellen.

jbe