Es ist eine sehr bittere Nachricht, die die Fans des TuS Ferndorf verkraften müssen. Der TuS muss in den kommenden Wochen auf Josip Eres verzichten. Das teilte der Klub in einer Pressemitteilung mit. „Der 31-jährige Rechtsaußen zog sich im Rahmen des letzten Auswärtsspiels bei den Eulen Ludwigshafen bei einem Zweikampf eine Schultereckgelenksprengung zu“, heißt es dort.

Ferndorfs Geschäftsführer Alexander Finke fand dazu klare Worte: „Die Verletzung von Josip trifft uns sportlich und menschlich sehr. Umso wichtiger ist es uns, dass er jetzt die bestmögliche medizinische Versorgung und Unterstützung erhält, die er für eine schnelle und vollständige Genesung benötigt. Bedanken möchten wir uns ausdrücklich bei Dr. Maren Bellmann und dem gesamten medizinischen Team der Eulen Ludwigshafen für die sofortige und professionelle Betreuung direkt nach der Verletzung. Das war alles andere als selbstverständlich und zeigt den großen Zusammenhalt im Handball. Die gesamte Ferndorfer Familie wünscht ihm an dieser Stelle eine gute und schnelle Besserung“, wird Finke in der Pressemitteilung zitiert.

Ferndorfs Coach Ceven Klatt ordnet die Verletzung ebenfalls ein. Sie reihe sich in eine Verkettung zahlreicher Umstände in dieser Spielzeit. „Verletzung ist immer bitter. Wir haben schon viel Pech dieses Jahr gehabt, das muss man einfach so sagen. Viele Langzeitverletzte. Jetzt, zum Ende der Saison, nochmal so einen Nackenschlag mit Josip. Der, wie ich heute erfahren habe, am Montag operiert wird und auf unbestimmte Zeit ausfällt“, sagte Klatt am Donnerstag.

Als Ersatz für Eres ist beim Spiel gegen den TV Hüttenberg am Samstag Finn Scharnweber vorgesehen. Er genießt Klatts Vertrauen auf der Position als Rechtsaußen. „Er hat das in der Saison schon einige Male gut gemacht. Es lastet jetzt etwas mehr Verantwortung auf ihm, sonst hat er sich das mit Josip geteilt. Es ist so ein bisschen seine Chance, sich in den Vordergrund zu spielen und Erfahrung zu sammeln. Für einen 19-Jährigen ist das etwas Besonderes.“

Das Thema Klassenerhalt schwebt ebenfalls weiterhin über den Ferndorfern, wenngleich es Klatt eher ruhiger angehen wird. Klar ist: Ferndorf kann nur dann absteigen, wenn sie die beiden letzten Spiele mit mindestens 20 Toren verlieren und Krefeld beide Spiele mit zehn Toren gewinnt. „Das wird nicht passieren“, machte Klatt klar. Das Spiel habe somit für seine Mannschaft nicht mehr die allergrößte Brisanz. Aber: „Dennoch versucht man in der Saison bis zum Schluss, sich bestmöglich zu verkaufen. Hüttenberg wird mit 100 Prozent zur Sache gehen und wir sind die Woche angegangen wie jede Woche. Wir werden in diesem Spiel alles reinwerfen, solange uns unsere Kräfte tragen.“