Bei sommerlichen Temperaturen bekamen die Zuschauer eine eher unspektakuläre Partie in der Fußball-Westfalenliga zwischen dem TuS Erndtebrück und Condordia Wiemelhausen zu sehen, in der spielerische Höhepunkte über weite Strecken Mangelware blieben. Beide Mannschaften agierten bemüht, doch im letzten Drittel fehlte häufig die letzte Konsequenz und Präzision. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem 2:2-Unentschieden.
Die Heimelf hatte insgesamt etwas mehr Ballbesitz und versuchte immer wieder, über die Außenbahnen gefährlich zu werden. Zwar gelangen phasenweise gute Kombinationen, doch im Strafraum fehlte häufig ein Abnehmer oder der letzte Pass kam nicht sauber an.
In der 20. Minute setzte sich Alessandro Marino nach einem Fehler der Gastgeber im Eins-gegen-eins durch, lief allein auf das Tor zu und verwandelte zur 0:1-Führung für die Gäste. Danach blieb die Partie weiterhin arm an großen Torchancen. Viele Aktionen spielten sich zwischen den Strafräumen ab, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend durchsetzen konnte.
Trainer Christian Behle reagierte in der Pause offensiv und seine Mannschaft zeigte sich anschließend deutlich aktiver. Vor allem zwischen der 65. und 85. Minute gelang es den Gastgebern, das Spiel stärker an sich zu reißen.
Der verdiente Ausgleich fiel schließlich in der 70. Minute durch Are Wolzenburg, der eine der wenigen klaren Möglichkeiten nutzte und zum 1:1 traf. Die Heimelf blieb nun am Drücker und wurde kurz vor Schluss erneut belohnt: Lars Schardt erzielte in der 84. Minute das 2:1 und drehte die Partie zugunsten der Gastgeber.
Viel deutete nun auf einen Heimsieg hin, doch die Gäste schlugen noch einmal zurück. In der 90. Minute traf Collin Weihmann zum 2:2-Ausgleich und sorgte damit für den späten Endstand.
Trainer Christian Behle ordnete die Partie nach dem Schlusspfiff nüchtern ein: „Es war ein Sommerkick von beiden Seiten. Wir hatten gefühlt mehr Ballbesitz und haben uns auch ein paar gute Möglichkeiten herausgespielt, aber ohne die letzte Konsequenz nach vorne. Die machen dann aus einem guten Angriff das 1:0. In der Halbzeit wollten wir nochmal alles nach vorne werfen und hatten dann auch eine gute Phase, in der wir die zwei Tore machen. Dass wir am Ende doch noch das 2:2 kriegen, war natürlich schade. Aber insgesamt war das Unentschieden schon in Ordnung.“
jbe


