In der Fußball-Bezirksliga 4 hat der VfL Bad Berleburg auswärts einen für die Moral wichtigen Sieg erringen können. Das Team von Trainer Björn Breuer gewann bei Fatih Türkgücü Meschede mit 3:2 (0:0). „In der ersten Halbzeit war es ausgeglichen auf beiden Seiten. Beide Teams hatten offensiv Chancen, hätten aber auch in Rückstand geraten können. Es war ein faires Spiel und ein gutes Schiedsrichtergespann“, betonte Coach Breuer.

Eine Schlüsselszene des Spiels beinhaltete ein Abseitstor zum 3:2 - für Meschede. „Der Schiedsrichter hat uns auch zweimal Abseits abgepfiffen, das geht also in Ordnung“, sagte Breuer über jenes nicht gegebene Tor. Signifikant: Alle fünf Treffer fallen im zweiten Durchgang.

Den Anfang machte die Heimelf aus Meschede. „Wir gehen durch eine Situation, wo sich Fatih über links ins Zentrum durchtankt, in Rückstand und haben kurze Zeit später die Antwort, als Yannik Lückel per Handelfmeter das 1:1 macht“, schilderte Breuer. Erst traf Serhat Aydilek (47.), dann besagter Lückel (50.).

Nach einem Freistoß von Daniel Gorbacev sprang Peter Rosenblatt am höchsten und nutzte einen Lapsus des Keepers, der sich verschätzte, um die Kugel zum 2:1 in den Kasten zu bringen (69.). Eine Minute später dann ein unangenehmes Blackout. „Finn Dickel spielt in der eigenen Hälfte 20 Meter vor dem Tor dem Gegner aus drei Metern den Pass genau in den Lauf. Der macht dann das 2:2. Danach war es ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten“, äußerte sich Breuer zum Ausgleichstreffer von Burak Yavuz (70.).

Berleburg trat zielstrebiger und galliger auf, hätte das 3:2 schon früher machen können. Doch es brauchte Sebastian Wermeier und Peter Rosenblatt dafür. Wermeier setzte sich auf der rechten Seite sehenswert durch und Rosenblatt ließ sich beim Querpass nicht zweimal bitten (86.).

„Danach haben wir das gut zu Ende gespielt. Wir hätten das 4:2 machen können, wir hätten aber auch beim Stand von 2:2 das 2:3 kriegen können, wenn das Abseitstor gezählt hätte. Wir sind alle erleichtert, vor allem vermutlich Finn Dickel. Es war heute ein dreckiger Sieg“, sagte Breuer und fügte an, dass ihm allein heute elf Spieler gefehlt hätten, auch ohne die Akteure, die immer mal wieder in der ersten Mannschaft aushalten. „Heute bin ich froh über den Sieg, den sich die Mannschaft wirklich verdient und erarbeitet hat“, fasste Breuer zusammen.