Diesen kleinen Scherz mit ernstem Hintergrund konnte und wollte sich Henri Ruoste nicht verkneifen. „Wir haben im Stall ja die besten Nachbarn, die Dänen“, sagte der Dressurreiter aus Menden schmunzelnd. Er sprach nach seinem ersten Start bei einer Reit-WM unter anderem mit der Reitsportjournalistin Charlotte Mogensen, die Dänin ist. Allerdings: Die Dänen gewannen zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Aachen hinter den siegreichen Deutschen und den zweitplatzierten Briten im Mannschaftswettbewerb die Bronzemedaille und stellten mit der Weltranglistenersten Cathrine Laudrup-Dufour auch die beste Reiterin.
Ruoste startet am Freitag erneut
Der Blick in die Nachbarschaft könnte deshalb tatsächlich lohnen, denn der für Finnland startende Henri Ruoste darf sich nach dem ersten Auftritt ein weiteres Mal im großen Reitstadion mit seiner 14-jährigen Stute Tiffanys Diamond präsentieren. Die besten 30 Paare des Mannschaftswettbewerbs qualifizierten sich für den Grand Prix Special, in dem an diesem Freitag in Aachen die nächsten Dressur-Medaillen vergeben werden. Ruoste und Tiffanys Diamond gehen um 12.29 Uhr ins Dressurviereck.
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Mit 71.817 Prozent belegte der Wahl-Sauerländer in der Einzelwertung des Mannschaftswettbewerbs den 23. Platz. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris hatte er es auf Rang 30 geschafft.
Familie feuert in Aachen mit an
„In Aachen zu starten, ist immer toll. Und was sie hier für die Weltmeisterschaften aufgebaut haben, wird schwer zu toppen zu sein“, erzählte Ruoste über seine Premiere – nicht in Aachen, aber bei einer Weltmeisterschaft. Der Ritt mit Tiffanys Diamond sei ein bisschen „hot und tricky“ gewesen, erklärte der 44-Jährige, der natürlich auch von seiner Ehefrau Senta Kirchhoff und den zwei Kindern angefeuert wurde.
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Tiffy, wie er seine Stute nennt, lasse sich von der Umgebung gerne beeinflussen. „Zu Hause ist sie das einfachste und liebste Pferd, aber in so einer Umgebung, in so einem Stadion, lässt die Konzentration auch mal nach und es passieren kleine Fehler“, sagte Ruoste. „Die Galoppwechsel sind gut gelungen, wenn auch in einer überschaubaren Länge“, lobte und kritisierte zum Beispiel Kommentator Carsten Sostmeier während des ARD-Livestreams.
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Wie dem auch sei: Dem finnischen Team bescherten Ruoste und Tiffanys Diamond das mit Abstand beste Ergebnis. Insgesamt belegte die Mannschaft Rang 14 – wie erwartet weit entfernt von Deutschland, Großbritannien und Dänemark. Nur im Stall ist man quasi auf Tuchfühlung.




