Neue Spielmacher, frühe Abschiede und veränderte Verträge: Mehrere Konkurrenten von Phoenix Hagen arbeiten in der Basketball-Bundesliga (BBL) bereits wieder an ihren Kadern. Die Hagener verzeichnen in der laufenden Saison bislang keine Zu- oder Abgänge, konnten aber Anthony Polite nach fast zwei Jahren Verletzungspause wieder auf dem Parkett begrüßen. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.

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Jena-Headcoach Steven Esterkamp (r.) setzt auf einen Spielmacher mit NBA-Erfahrung.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Science City Jena: Mit London Perrantes kommt ein Spielmacher mit NBA-Erfahrung, der zuletzt in Griechenland spielte. Ein erweitertes Sponsoring ermöglicht die Verpflichtung bis Saisonende. Trainer Steven Esterkamp erklärt: „Er wird für mehr Stabilität im Spielaufbau sorgen, von der auch die jungen Guards profitieren werden.“ Bereits zuvor hatte sich Jena aus sportlichen Gründen von Pierre Brooks II getrennt – nach nur drei Pflichtspielen. Am 6. Dezember tritt die Mannschaft in Hagen an.

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Mitteldeutscher BC: Im Sommer zurückgekehrt, nach acht Pflichtspielen schon wieder weg: Kris Clyburn bat um die Auflösung seines bis 2028 laufenden Vertrags. „Beide Seiten hatten sich von der erneuten Zusammenarbeit mehr erhofft“, erklärt Geschäftsführer Alexander Rolle. Dafür bleibt Kostja Mushidi, dessen Vertrag zunächst Ende November ausgelaufen wäre, bis Saisonende. Clyburns Abschied und zusätzliche finanzielle Unterstützung schaffen den Spielraum dafür. Phoenix spielt am 3. Januar in Weißenfels.

Nelson Weidemann
Nationalspieler Nelson Weidemann schließt sich in Neuseeland Coach Gordon Herbert an.© Daniel Löb/dpa | Daniel Löb

Rasta Vechta: Am 30. Oktober um 20 Uhr tritt Vechta in Hagen an – dann ohne Nelson Weidemann. Der Nationalspieler nutzte eine vereinbarte Ausstiegsmöglichkeit und wechselte zu den New Zealand Breakers von Gordon Herbert. Hinzu kommen Verletzungssorgen, wegen derer Vechta auch Nachverpflichtungen prüft. Trotzdem gelang im Pokal in Ludwigsburg nach 20 Punkten Halbzeitrückstand ein 75:72-Erfolg, zuvor gelang der dezimierten Rasta-Mannschaft auch ein Comeback-Sieg gegen Ulm. Gegen Ludwigsburg verletzte sich allerdings auch Justin Edler-Davis.

Niners Chemnitz: Mit Ryan Mikesell verstärken die Sachsen ihren Flügel. Der frühere Heidelberger half 2025 noch dabei, Chemnitz aus den Playoffs zu werfen. Nun überzeugte er beim Einstand für seinen neuen Verein mit elf Punkten, sechs Rebounds und acht Assists beim 102:75-Pokalsieg in Braunschweig. Beim Hagener 93:94 nach Verlängerung in Chemnitz war Mikesell noch nicht dabei. Das Rückspiel steigt am 2. Mai in der Ischelandhalle.