Der deutsche Meister kommt in die Ischelandhalle, und das früher als geplant: Phoenix Hagen empfängt im Viertelfinale des BBL-Pokals Alba Berlin. Das ergab die Auslosung am Montagabend, bei der Rekordnationalspieler Patrick Femerling den Hagenern ein Heimspiel gegen einen der großen Namen des deutschen Basketballs bescherte. Gespielt wird am 12. oder 13. Dezember, den genauen Termin legt die Liga noch fest.

Nach den Auswärtserfolgen bei den Hakro Merlins Crailsheim und ratiopharm Ulm darf Phoenix damit erstmals in dieser Pokalsaison vor den eigenen Fans antreten. Und es geht um viel: Ein weiterer Sieg würde die Hagener zum Finalturnier am 20. und 21. Februar 2027 im Münchner SAP Garden bringen.

Harris sieht das Viertelfinale als „absolutes Privileg“

Dass sich Phoenix diese Aussicht verdient hat, ist nach dem vergangenen Samstag umso bemerkenswerter. Ohne Marvin Omuvwie, Marcus Graves und Fabian Bleck gewann der Aufsteiger in Ulm mit 107:98. Erstmals seit 2001, als Brandt Hagen sogar das Endspiel erreichte, steht damit wieder ein Hagener Bundesligateam im Pokal-Viertelfinale.

„Im Pokal-Wettbewerb gibt es kein einfaches Los, das haben uns die ersten zwei Runden eindrucksvoll gelehrt“, erklärte Trainer Chris Harris am Montagabend. „In der Runde der letzten Acht zu stehen, ist für uns als Aufsteiger ein absolutes Privileg, weswegen wir uns umso mehr auf die vorweihnachtliche Herausforderung freuen.“

Alba kommt als Meister – mit einem holprigen Ligastart

Berlin sicherte sich seinen Viertelfinalplatz unmittelbar vor der Auslosung durch einen 83:71-Sieg gegen Titelverteidiger Bamberg Baskets. Zur Halbzeit hatte Alba noch mit 33:41 zurückgelegen. In der Basketball-Bundesliga (BBL) läuft es für den Meister bislang allerdings wenig meisterlich: Auf zwei Siege folgten drei deutliche Niederlagen – bei FC Bayern München (61:95), gegen Bamberg (83:98) und bei den Gladiators Trier (75:95).

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Das Hammerlos führt Phoenix also gegen einen Favoriten, der in dieser Saison bereits verwundbar war. Bis Dezember bleibt allerdings reichlich Zeit. Harris rechnet damit, dass der international geforderte Gegner bis zum Pokalduell nochmals stärker und eingespielter sein wird. „Wir können bis dahin bloß so gut es geht auf uns selbst schauen, die eigenen Prozesse verfolgen und dann alles aufs Parkett werfen, was wir haben.“

Einen direkten Vergleich gibt es schon vorher: Am 6. November um 20 Uhr tritt Phoenix in der Liga in Berlin an. Das Rückspiel in Hagen ist erst für den 9. Mai 2027 vorgesehen. Durch die Auslosung bekommen die Hagener Fans Alba nun rund fünf Monate früher in der eigenen Halle zu sehen.

Tickets: Vorverkauf für Dauerkarteninhaber startet am Dienstag

Wie Phoenix mitteilt, können sich Dauerkarteninhaber ab Dienstag, 20. Oktober, um 9 Uhr ihren angestammten Platz für das Pokalspiel sichern. Das zusätzliche Recht zum Erwerb von bis zu zwei Tageskarten endet am Mittwoch, 21. Oktober, um 15 Uhr.

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Der freie Verkauf beginnt am Mittwoch, 21. Oktober, um 15 Uhr. Die für Dauerkarteninhaber reservierten Plätze bleiben zunächst ausgenommen.

Die Viertelfinalpaarungen im Überblick

  • Würzburg Baskets – Bayern München
  • Niners Chemnitz – Rasta Vechta
  • Phoenix Hagen – Alba Berlin
  • Telekom Baskets Bonn – Frankfurt Skyliners

Die Begegnungen werden am 12./13. Dezember ausgetragen. Das jeweils erstgenannte Team hat Heimrecht. Die vier Sieger qualifizieren sich für das Finalturnier in München.