28 Jahre bei der RE Schwelm auf der einen, 24 Jahre auf der anderen Seite. Für Bastian Stiller und Jan-Maurice Monsees war der Schwelmer Handball über Jahrzehnte hinweg sportliche Heimat. Beide feierten mit der RE zahlreiche Erfolge und schafften es bis in die Oberliga, ein anderes Vereinstrikot trugen sie im Herrenbereich nie. Seit diesem Sommer ist das anders. Gemeinsam wechselten Stiller und Monsees in die Nachbarstadt zur TG Voerde, bei der sie aktuell einen durchweg gelungenen Neustart erleben und ungeschlagen die Bezirksliga anführen.
Ganz losgelassen hat Stiller seinen Heimatverein dabei nicht, im Hintergrund ist er weiterhin bei der RE tätig. Sportlich reizte ihn jedoch noch einmal eine neue Herausforderung. „Ich fühle mich noch fit und habe weiterhin richtig Lust auf Handball. In Voerde habe ich die Chance, in einer höheren Liga zu spielen und mit einer ambitionierten Mannschaft oben anzugreifen“, erklärt der Schwelmer. Nach 28 Jahren seinen Heimatverein zu verlassen, sei trotzdem ein großer Schritt gewesen, der sich bislang allerdings genau richtig anfühlt.
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Schnelle Integration: Stiller und Monsees fühlen sich in Voerde wohl
Dass der Weg ausgerechnet nach Voerde führte, war für beide kein Sprung ins Unbekannte. Viele Spieler aus dem aktuellen TGV-Kader kennen Stiller und Monsees seit Jahren aus zahlreichen Duellen gegeneinander. „Da sind viele Spieler und vor allem Persönlichkeiten dabei, die man schon lange kennt und schätzt“, sagt Stiller. Die sportliche Qualität hat er von Beginn an hoch eingeschätzt, noch wichtiger sei jedoch gewesen, wie schnell beide in der Mannschaft angekommen sind. „Wir sind super aufgenommen worden und haben sehr viel Spaß. Es passt auf dem Feld, aber genauso auch daneben.“

Ähnlich fällt das Fazit von Monsees aus, der nach 24 Jahren bei der RE Schwelm bewusst noch einmal einen neuen Impuls gesucht hat. „Ich wollte für meine letzten aktiven Jahre noch einmal eine sportliche Herausforderung und mit einem ambitionierten Team Erfolg haben.“ Genau diese Voraussetzungen findet er in Voerde. Der Kader sei auf allen Positionen gut besetzt, gleichzeitig stimme die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern.
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TGV Voerde: Breiter Kader erleichtert Balance zwischen Familie und Sport
Für den Familienvater spielt noch ein weiterer Punkt eine wichtige Rolle. Durch den breiten Voerder Kader entsteht nicht der Druck, bei jeder Einheit und jedem Spiel zwingend dabei sein zu müssen. Beruf, Familie und Handball lassen sich so leichter miteinander vereinbaren. „Das sind für mich sehr gute Umstände. Wenn mal etwas anderes ansteht, weiß man, dass trotzdem genug Qualität da ist“, erklärt Monsees, der seinen Wechsel rückblickend ebenfalls als richtigen Schritt bezeichnet. Wie gut die Mannschaft bislang funktioniert, zeigt nicht zuletzt der Saisonstart. Mit vier Siegen und einem Remis aus fünf Spielen ging die TGV als Tabellenführer in die Herbstpause. Spielertrainer Fabian Riebeling legt dabei mindestens genauso viel Wert auf die Stimmung innerhalb des Teams wie auf die Ergebnisse.
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Wir sind super aufgenommen worden und haben sehr viel Spaß. Es passt auf dem Feld, aber genauso auch daneben.
Bastian Stiller, TG Voerde
Seine beiden Neuzugänge passen aus seiner Sicht genau in dieses Gefüge. „Ich kenne beide gefühlt schon ewig, wir haben oft gegeneinander gespielt. Charakterlich sind sie ein absoluter Volltreffer und passen hervorragend in unsere Mannschaft und in das familiäre Umfeld des Vereins“, sagt Riebeling. Sportlich bringe das Duo mit seiner Erfahrung und Qualität ohnehin einen großen Mehrwert.
Ich wollte für meine letzten aktiven Jahre noch einmal eine sportliche Herausforderung und mit einem ambitionierten Team Erfolg haben.
Jan-Maurice Monsees, TG Voerde
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Für Stiller und Monsees ist damit nach mehreren Jahrzehnten in Schwelm ein neues Kapitel angebrochen, ohne dass die Verbindung zur alten Heimat verschwindet. In Voerde haben beide schnell eine Mannschaft gefunden, in der sportlicher Anspruch und Spaß am Handball zusammenpassen. Nach dem gelungenen Start gibt es derzeit wenig Grunde zur Sorge, dass sich daran in den kommenden Monaten etwas ändert.






