Nach dem Lotte-Spiel

Saison-Aus für Hübner trübt die Freude

Auch Konstantin Fring überzeugte beim 2:0-Sieg gegen Lotte. Hinter ihm Ensar Baykan, der im fünften Rückrundenspiel bereits seinen dritten Treffer erzielte.

Auch Konstantin Fring überzeugte beim 2:0-Sieg gegen Lotte. Hinter ihm Ensar Baykan, der im fünften Rückrundenspiel bereits seinen dritten Treffer erzielte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Freude über den sechsten Sieg in Folge und den besten Auftritt der Frühjahrsrunde wurde am Tag danach durch eine Hiobsbotschaft getrübt: der BVB 2 muss bis zum Saisonende auf seinen Kapitän Florian Hübner verzichten.

Eine Kernspin-Tomografie bestätigte die schlimmsten Befürchtungen: der Abwehrchef, der nach einem Syndesmoseband-Anriss gerade erst im Derby gegen Schalke sein Comeback gefeiert hatte, riss sich beim 2:0 am Dienstagabend gegen Lotte das Syndesmoseband im selben Sprunggelenk. „Zunächst hat man noch von einem Verdacht gesprochen, aber die Bilder lassen eigentlich keinen Zweifel an der Diagnose“, zeigte sich David Wagner geschockt. Offen ist noch, ob konservativ oder operativ behandelt wird, „so oder so“, sagt der Trainer, „müssen wir von einer dreimonatigen Pause ausgehen.“

Das Team funktioniert immer besser

Das wird nun also die nächste große Bewährungsprobe für diese Mannschaft, die als Ganzes immer besser funktioniert und mittlerweile in der Lage ist, auch Top-Spieler zu ersetzen. „Wir sind auch ohne Florian erfolgreich in die Frühjahrsrunde gestartet, wir haben gegen Lotte auch ohne Marvin Bakalorz und Jonas Hofmann gewonnen und wir haben auch schon den Ausfall von Mario Vrancic kompensiert“, gibt sich Wagner ungebrochen optimistisch.

Seine Zuversicht zieht der Trainer aus der positiven Entwicklung, die auf das Team an sich ebenso zutrifft wie auf einzelne Talente. Das gilt für Ensar Baykan, der am Dienstag sein drittes Tor im fünften Rückrundenspiel erzielte, ebenso wie für Rico Benatelli, der in diesem Jahr auch schon doppelt traf und sich in der zentralen Mittelfeldposition immer besser zurechtfindet. Schließlich auch für den erst 17-Jährigen Marvin Ducksch, der ein überzeugendes Startelf-Debüt feierte. „Jeder, der spielt oder neu reinkommt“, sagt Wagner, „weiß, was er zu tun hat. Das vor allem macht uns derzeit so erfolgreich.“

Parallelen zu den eigenen Profis sind da beileibe nicht von der Hand zu weisen. Und: hier wie da ist diese Entwicklung auch an den Resultaten abzulesen. Auch wenn seine Jungs ihre Qualitäten in der Hinrunde zumeist nur punktuell abgerufen haben und manch unnötigen Rückschlag erleiden mussten, war David Wagner stets von ihnen überzeugt. Das sei eine Truppe, die lernwillig und charakterstark ist und sich permanent verbessern möchte. Dies ist ihr in der Defensive ebenso gut gelungen wie im Spiel nach vorne. Wagner: „Wir verteidigen inzwischen viel cleverer und geschickter und wir haben eine erheblich bessere Chancenverwertung.“

Alles zusammen machte auch gegen Lotte den Unterschied. „Wir haben erstmals einen der Top 3 geschlagen“, stellte Wagner mit Stolz fest. Seit Dienstag gehören die Borussen selbst zu diesem Kreis. Auch wenn der Rückstand zur Spitze immer noch groß ist.

INFO

Muskelfaserriss: Pause auch für Halstenberg

Auch Marcel Halstenberg verletzte sich gegen Lotte: nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel muss der Linksverteidiger mit einer drei- bis vierwöchigen Pause rechnen.

„Wenn eine Mannschaft das alles kompensieren kann, dann unsere“, gibt sich David Wagner weiter kämpferisch.

Der Trainer hofft jetzt natürlich erst recht, dass Marvin Bakalorz und Jonas Hofmann im nächsten Spiel am Dienstag gegen Wiedenbrück einsatzbereit sein werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben