Borussia Dortmund 2

Eine Traum-Torquote und ein großes Ziel

Der aktuelle Top-Torjäger des BVB 2. Terrence Boyd traf in sieben Punktspielen siebenmal.

Der aktuelle Top-Torjäger des BVB 2. Terrence Boyd traf in sieben Punktspielen siebenmal.

Foto: Bodo Goeke

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Sieben Tore in sieben Spielen sind eine beeindruckende Bilanz. Doch es spricht für seine Einstellung und seinen Ehrgeiz, dass Terrence Boyd trotz dieser Traumquote nicht zu hundert Prozent zufrieden ist. „Gegen Idar-Oberstein“, sagt er, „habe ich die Riesenchance zum Sieg vergeben. Das ärgert mich noch heute.“

Davon abgesehen, gibt’s nun wirklich nichts zu mäkeln. Der im Sommer von Hertha BSC Berlin gekommene Mittelstürmer hat sich beim BVB 2 prima zurechtgefunden - und das auf Anhieb. „Man hat es mir nicht schwer gemacht“, sagt der 20-Jährige, „Das ist ein sehr guter Verein, die Jungs sind prima und wir haben einen starken Trainer. Dazu hat die Stadt alles, was man braucht, die Leute hier sind nett und Fußball verrückt. Ich find’s cool hier.“

In dieser Atmosphäre startete Boyd voll durch. Dass er bis vor wenigen Wochen mit Ausnahme des mit ihm von Hannover 96 aus der Regionalliga Nord gekommenen Marcel Halstenberg keinen der neuen Kollegen kannte, war für ihn kein Problem. Im Gegenteil: „Dass wir viele Neue im Team sind, finde ich besser, als wäre ich als Einziger hinzu gekommen. So hatte fast jeder die gleichen Voraussetzungen, und wir sind schnell zu einer Einheit geworden.“

Das lässt sich auch an den Leistungen auf dem Platz ablesen. Gerade bei Terrence Boyd, der bislang zu den besten und auffälligsten Akteuren im Kader von David Wagner zählt. Ein junger Mann mit klaren Vorstellungen. „Ich bin nach Dortmund gekommen, um Bundesligaspieler zu werden“, sagt er unumwunden. Bei Hertha wäre dies vermutlich leichter gewesen als beim Deutschen Meister, „aber je stärker die Konkurrenz, umso besser entwickelt man sich auch selbst“, lautet seine Devise. Natürlich wisse er um den großen Vorsprung, den ein Lucas Barrios besitzt, „aber als klassischer Mittelstürmer kann ich von ihm auch eine Menge lernen“.

Immerhin 13 Tore erzielte der gebürtige Bremer in der vergangenen Saison für Hertha. Ein paarmal hat er unter Markus Babbel bei den Profis mittrainiert, „aber als das sportlich viel reizvollere Angebot aus Dortmund kam, habe ich gerne zugegriffen“. Für zwei Jahre hat er unterschrieben. Zeit, die er auch dazu nutzen will, um sich „für oben“ zu empfehlen.

Er bringt gute Voraussetzungen mit, um sich durchzusetzen. Terrence Boyd bezeichnet sich selbst als „Mittelstürmer mit gutem Kopfball, einem Torriecher und einer gesunden Aggressivität“. Perfekt, weiß er, sei er natürlich noch nicht: „Technisch muss ich mich auf jeden Fall noch verbessern.“

Am Donnerstag (19.00 Uhr, Rote Erde) spielt Terrence Boyd mit dem BVB 2 gegen Fortuna Düsseldorf 2. Auch hier ist die Zielsetzung klar: „Im vierten Anlauf müssen wir endlich den ersten Heimsieg einfahren.“ Keine Frage: Ein achtes Saisontor des sympathischen Stürmers würde den Borussen bei diesem Vorhaben enorm helfen.

INFO

Halstenberg weiter fraglich

Erst am Spieltag wird sich der Einsatz von Marcel Halstenberg entscheiden. Der durch eine Patellasehnenreizung gehandicapte Abwehrspieler muss sich noch einem Test unterziehen.

Sollte er grünes Licht erhalten, dürfte die letzte freie Position an Onur Cenik oder Hervenogi Unzola vergeben werden. Jungprofi Marc Hornschuh steht nach Stand von Mittwoch nicht zur Verfügung. Konstantin Fring und Jonas Hofmann sind wieder fit.

Die voraussichtliche Startelf: Alomerovic - Fring, Hübner, Cenik (Unzola), Halstenberg (?) - Vrancic, Paurevic - Hofmann, Baykan, Le Tallec - Boyd.

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