Eishockey

EHC verliert Hauptsponsor

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Manchmal braucht’s mit der Tinte unter einem Vertrag halt etwas länger. Nachdem Eishockey-Oberligist EHC angekündigte hatte, den neuen Hallennutzungsvertrag mit der Stadt am 21. Mai zu unterschreiben, ist sieben Wochen später alles klar. Der neue Hallennutzungsvertrag mit der Stadt ist unterzeichnet, der Vertrag mit Hauptsponsor „KiK“ wird allerdings nicht verlängert. Der EHC muss sich also auf die Suche nach einem neuen Geldgeber begeben. Das Textilunternehmen lässt das Engagement zum 31. August ausklingen.

Alle Seiten sind zufrieden

Friedrich Dieck, der Leiter des Olympiastützpunktes Westfalen, bestätigte gestern die zugesagte Unterschrift des EHC durch den Präsidenten Christian Ahrenhöfer. „Hoffentlich ist das der Start in eine bessere Zukunft, für eine bessere Zusammenarbeit. Wir hatten keine Eile mit der Unterschrift, da dies ja ein sehr umfangreiches Vertragswerk ist“, sagte Gerd Alda, der 2. Vorsitzende des EHC, stellvertretend für Ahrenhöfer.

„Alle Seiten sind zufrieden“, sagte auch Dortmunds Sportdezernent Wilhelm Steitz, der im Vorfeld von einem „gewaltigen Rabatt“ gesprochen hatte, dem man dem EHC seitens der Stadt gewähren würde. Inoffiziell hieß es, dass die Stadt ein Nachlass um die 50 Prozent gewähren würde.

Der Vertrag sei ohne Wenn und Aber akzeptiert worden, sagte Dieck, der seinerseits als Verantwortlicher für das Eislaufzentrum an der Strobelallee bis zum Saisonstart am 30. September gegen Lippe Hockey Hamm bzw. bis zum ersten Test am 9. September gegen Dinslaken noch einige Baustellen zu bearbeiten hat. Fußböden sind rausgerissen worden und müssen jetzt erneuert werden, die Duschen in den Umkleideräumen noch saniert werden.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, so Dieck, der bestätigte, dass die Außenwerbung wie erwartet nicht mehr vom Textilunternehmen „KiK“ übernommen wird. „KiK“ sei nicht mehr dabei als Sponsor, „die Außenwerbung vermarkten wir selbst.“

Nachdem bereits im Vorfeld viele Indizien darauf hingedeutet hatten, dass der EHC sich einen neuen Hauptsponsor suchen muss, ist dieser Fall jetzt auch amtlich. Das erklärte Gerd Alda auf Anfrage unserer Zeitung. Der Vertrag mit „KiK“ läuft demnach noch bis zum 31. August, wird aber nicht mehr verlängert. Da das Namenslogo des Unternehmens bereits von der Homepage des EHC verschwunden ist, hatte sich die Trennung bereits angedeutet. „Das ist natürlich schade. Aber man muss auch sagen, dass wir richtig gute Jahre der Zusammenarbeit hatten und dass sich KiK als Sponsor sehr engagiert hat“, sagte Alda.

Womit dem Oberligisten natürlich eine wichtige Einnahmequelle wegbricht. Das Minus wird durch den neuen Hallennutzungsvertrag mit der Stadt zumindest verringert. „Wir müssen natürlich an anderen Stellen sparen“, meinte Alda, der am 15. August die Kabinen im Eislaufzentrum beziehen will, ehe am 9. September das erste Testspiel auf dem Programm steht.

Kein Training auf fremden Eis

Woran gespart wird, ist klar. Wurde in der Vergangenheit auf fremden Eis trainiert, müssen sich die Spieler um den neuen Trainer Krystian Sikorski in der Anfangsphase mit „Trockentraining“ begnügen. Das Anmieten von Eisfläche z.B. in Unna wird es laut Gerd Alda dann nicht mehr geben.

Sparpotenzial bietet naturgemäß auch der Spielerkader, der bislang aus zwölf Spielern besteht. Nach Aussage von Alda soll der Kader noch auf 20 Akteure wachsen, um drei bis dreieinhalb Reihen auf die Beine zu bekommen. „Wir haben eine Menge Anfragen mit konkreten Vorstellungen. Wir lassen uns aber nicht nervös machen.“

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