Sie hätten die so genannte dritte Halbzeit ohnehin genossen – aber diese Aktion sorgte für ein Gesprächsthema mehr. „Man muss auch mal Glück haben“, sagte Tobias Decker lachend über seine Glanztat, mit welcher der Torwart der Altherren-Fußballer des TuS Madfeld das Freundschaftsspiel gegen die Traditionsmannschaft des FC Schalke 04 vor gut 400 Zuschauern beendete. Dabei sah es zur Halbzeit eher danach aus, als klebe Decker etwas Pech am Fußballstiefel.
Schalke: Olaf Thon der prominenteste Name
Zwar begann der ehemalige Torwart der ersten Mannschaft der SG Madfeld/Bleiwäsche gegen Königsblau zwischen den Pfosten, allerdings musste er frühzeitig verletzt ausgewechselt werden. „Es ist etwas in den Muskel gezogen, aber vielleicht geht es gleich nochmal für ein paar Minuten“, erklärte er.
Denn das Duell mit der Traditionsmannschaft des Bundesliga-Aufsteigers, deren prominentester Akteur beim Besuch im Hochsauerland mit gehörigem Abstand Weltmeister Olaf Thon war, wollte jeder Altherren-Kicker in Aktion auf dem Rasen erleben. „Unser heutiger Kader war eine absolute Ausnahme“, sagte TuS-Kapitän Frederik Becker schmunzelnd, „normalerweise sind wir beim Training zu zehnt und spielen Turniere mit Siebenermannschaften.“
0:3 gegen 04! FC Schalke im Sauerland – große Fotostrecke aus Madfeld
Gegen den FC Schalke 04 gerieten zurückliegende Kreuzbandrisse oder andere Gründe für ein Karriereende allerdings in Vergessenheit. Zumal der Rahmen einen kurzweiligen Fußballnachmittag versprach. Sauerland-like spielte Blasmusik und in der Halbzeitpause begeisterten die Cheerypeppers, die Cheerleader des SV RW Bleiwäsche, mit einem Auftritt.

Fußball wurde natürlich auch gespielt. „Unser Ziel war, nicht zweistellig zu verlieren“, sagte Frederik Becker. Davon war seine Mannschaft jedoch weit entfernt. Zur Pause lagen die Gastgeber lediglich mit 0:2 zurück, in Durchgang zwei erhöhten die Königsblauen noch auf 3:0. „Die Jungs haben echt gefightet“, lobte Becker seine Altherren-Fußballer und versprach „Champions-League-Form“ für Halbzeit drei.
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Dass es am Ende 0:3 stand und nicht 0:4, worüber sich vermutlich viele Fans der Knappen gefreut hätten, lag übrigens an Tobias Decker. Der war in der Schlussphase des Freundschaftsspiels wieder eingewechselt worden – und entschärfte die letzte Aktion des Spiels mit einer Glanzparade. Dass er jubelnd die Arme empor riss, versteht sich von selbst. Nur Autogramme, die holten sich anwesende Schalke-Fans doch von dem einen oder anderen Königsblauen.




















































