Nach dem mehr als ehrenvollen dritten Platz der abgelaufenen Verbandsliga-Saison fragen sich die Fans der SG Ruhrtal, was in der kommenden Spielzeit möglich ist. Zuversichtlich stimmt, dass Trainer Henning Becker keinen Abgang zu beklagen hat, dafür mit dem Ahlener Kreisläufer Max Klemm und dem aus Meschede zurückgekehrten Rückraum-Allrounder Dorian Pavic zwei jüngere Kräfte dafür sorgen, dass der Kader ein Stück breiter wird und das inzwischen recht hohen Durchschnittsalter senkt.

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Weiterer Pluspunkt: Länger fehlende Akteure wie Spielmacher Matthias Storm und Malte Weber sind wieder fit. Sogar David Bauerdick möchte zumindest versuchen, ein Comeback zu starten. Einzig Tilman Weber wird wohl noch längere Zeit ausfallen, bleibt aber als künftiger Co-Trainer ganz dicht an der Mannschaft.

Aufsteiger und verstärkte Teams machen die Verbandsliga spannender

Trotzdem will Becker die Erwartungen nicht allzu hoch schrauben, gibt keine klare Zielsetzung vor. Und das aus gutem Grund. „Die Liga ist eindeutig stärker geworden, denn Teams wie Olpe und Bösperde haben aufgerüstet, auch die Reserve des TuS Volmetal kann auf weitere höherklassig erprobte Akteure bauen“, meint Becker.

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Macht deutlich, dass viele starke Gegner auf seine SGR warten: Trainer Henning Becker.© WP | Fabian Ampezzan

Außerdem bereichert mit Nachbar VfS Warstein, der in der Bezirksliga souverän durchmarschiert ist, ein starker Aufsteiger in die Verbandsliga, ist auch der zweite Neuling Selbecker TS mit seiner gesunden Mischung aus Routiniers und Talenten keineswegs Fallobst. Neben dem letztjährigen Vizemeister RSV Altenbögge-Bönen wird auch die Drittgarnitur von Eintracht Hagen wieder hoch gehandelt.

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Mit ihrer Vorbereitung haben die Ruhrtaler schon Mitte Juni begonnen, aber so richtig los ging es erst nach dem Schützenfest in Oeventrop. Ein erstes Testspiel wurde bereits absolviert und Gastgeber HSG Lüdenscheid mit 26:15 besiegt. Drei weitere Freundschaftsspiele bei klassentieferen Teams wurden abgeschlossen. Am 29. Juli geht es zum Letmather TV, am 6. August zum Kreisliga-Meister TV Wickede, die Generalprobe steigt am 29. August bei der Reserve des HTV Hemer.

Offensivspiel verbessern

Den Schwerpunkt legt Becker wie gehabt auf die Deckung, die ja in der letzten Saison viele Gegner zur Verzweiflung gebracht und die mit Abstand wenigstens Gegentore kassiert hat. Außerdem wird an der Verbesserung des Tempospiels gearbeitet, soll das Kombinationsspiel noch variabler gestaltet werden. Der größte Wunsch von Becker aber lautet: „Endlich mal von schwerwiegenden Verletzungen verschont bleiben.“

Der Chefcoach möchte nämlich nicht nur regelmäßig auf 16 einsatzfähige Spieler setzen, sondern auch den einen oder anderen als Verstärkung in die Kreisliga-Reserve abstellen können.