Lange haben sie warten müssen auf ihr erstes Erfolgserlebnis, aber jetzt feierten die in die Regionalliga aufgestiegenen Tennis-Herren 30 des STK Arnsberg mit 5:4 ihren ersten, für den angestrebten Klassenverbleib extrem wichtigen Sieg.
Entscheidung am Grünen Tisch
Um überhaupt noch eine Chance auf den eventuell rettenden drittletzten Platz zu haben, mussten die Arnsberger Herren den Marienburger SC, dem aufgrund einer Entscheidung am Grünen Tisch der Heimerfolg über das bisherige Schlusslicht TC Bovert aberkannt worden war, unbedingt bezwingen. Und das war alles andere als einfach, denn die Arnsberger hatten größte Mühe, in den Einzeln gegenzuhalten.
Enorm wertvoll war die Topleistung von Niklas Kammer, der den Marienburger Spitzenspieler Lars Lotter-Becker mit 6:2, 3:6, 10:6 niederrang. Auch Timo Trott musste nach 7:6 und 3:6 in den Matchtiebreak, den er wie Kammer mit 10:6 für sich entschied. Den dritten Einzelpunkt eroberte der ebenfalls nervenstarke Johannes Kolowrat (6:4, 7:5).
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Überfordert hingegen waren Maik Marnet (2:6, 2:6) und Mannschaftsführer Jörg Bornemann, dessen 29-jähriger Gegner David Korsten ihm regelmäßig Aufschläge von über 200 km/h Geschwindigkeit um die Ohren haute. Sein Fazit nach dem 3:6, 1:6: „Da hätte ich selbst in Bestform keine Chance gehabt.“ Mit etwas Glück wäre der STK sogar mit einer Führung in die Doppel gegangen, doch Christoph Winkler konnte vom 6:1-Topstart nicht profitieren, unterlag letztlich hauchdünn mit 4:6 und 8:10.
Das ist in den vergangenen Jahren mehrfach passiert, die Hoffnung ist also groß.
Jörg Bornemann, über die Klassenerhalt-Hoffnung
Bei der Doppel-Aufstellung lagen die Arnsberger letztlich richtig, auch wenn es verdammt eng zuging. Erwartungsgemäß mussten sich Marnet und Frank Wälter dem Marienburger Topduo mit 2:6, 3:6 geschlagen geben, doch Kammer/Bornemann stellten dank überzeugender Leistung per 7:6, 6:3 den Ausgleich her.
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Jetzt hing es an Kolowrat/Winkler, die sich unerwartet schwer taten. Nach 6:3 und 5:7 lagen sie im Matchtiebreak schon mit 4:7 in Rückstand, durften aber sechs erfolgreiche Ballwechsel später befreit aufjubeln, denn mit ihrem 10:7 war der 5:4-Gesamterfolg perfekt. Am 27. Juni geht es im letzten Saisonspiel zum Mitaufsteiger TC Bovert und um Platz fünf, der allerdings nur dann den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse bedeutet, wenn ein Aufstiegsanwärter verzichtet. „Das ist in den vergangenen Jahren mehrfach passiert, die Hoffnung ist also groß“, erklärte Bornemann.































