Das gemeinsame Jubel-Gruppenfoto gehört mittlerweile am Sonntagabend schon zum Standard beim Team des SV Thülen. Die heimischen Westfalenliga-Fußballerinnen sind seit drei Spielen ungeschlagen und achtbeste Rückrunden-Mannschaft.

SV Thülen startet furios und belohnt sich mit knappem Heimsieg

„Also wer wäre ich denn, wenn ich nach dem nächsten Erfolg gegen ein Team, das in der Tabelle über uns steht, jetzt noch in irgendeiner Form draufhauen würde?“, fragte Dominique Heinke rhetorisch nach dem 1:0 (1:0)-Sieg des SV Thülen gegen den SV Germania Hauenhorst. Hätte er Kritik üben wollen, dann wäre anzusprechen, dass die Thülenerinnen ihr Heimspiel nicht über die ganze Distanz so dominant gestalten konnten, wie in der ersten halben Stunde.

Es hat richtig Bock gemacht, sich das anzuschauen.

Dominique Heinke, Trainer des SV Thülen

„Wir haben wie die Feuerwehr losgelegt, es hat richtig Bock gemacht, sich das anzuschauen. Wir haben den Gegner komplett eingeschnürt, hatten Chancen über Chancen, haben aber leider alles liegenlassen“, erklärte der SVT-Trainer mit Blick auf den besonders starken Beginn. Sophia Kloppenburg sorgte dann nach einer Ecke dafür, dass es wenigstens mit 1:0 in die Kabine ging (45.+3). „Eigentlich viel zu wenig“, fand Heinke, „wir hätten deutlicher führen müssen.“

Der Gegner aus Rheine fand auch im zweiten Durchgang kein Rezept, um die Partie auf seine Seite zu ziehen. Thülens Defensivverbund um eine „überragende“ Maria Grewe verteidigte letztlich alles weg. Sodass am Ende der knappe Sieg und die Fortsetzung der Miniserie stand.

Thülen - Schalke
Es läuft beim SV Thülen, links und rechts die beiden Trainer Dominique Heinke und Sebastian Werth.© WP | Luisa Sophie Schmidt

Am Scheid wurde nicht nur das am Sonntag noch gefeiert. „Wir haben Bock, wir haben Blut geleckt“, jubelte Heinke und verwies mit breitem Grinsen auf den Punkterekord: „Das finden hier alle ganz geil.“

Becker verletzt ausgewechselt

Ein kleiner Wermutstropfen könnte sein, dass sich Luisa Becker das Knie verdrehte. „Nach einer ersten Untersuchung sieht es ganz gut aus, die Bänder sind wohl nicht gerissen. Aber wir sollten noch ein MRT abwarten“, so Heinke.