Da hat das Trainerkarussell kurz nach Ostern noch einmal richtig Fahrt aufgenommen in der „Bundesliga des Sauerlandes“. Kurz nachdem der VfB Marsberg erklärte, dass Paul Bender nach dieser Saison aufhört und von Sandro Krause beerbt wird (wir berichteten), vermeldete der nächste abstiegsbedrohte Fußball-Bezirksligist einen sofortigen Wechsel: Für Mustafa Acar wird jetzt wieder Hassine Nouira beim FC Fatih Türkgücü Meschede an der Seitenlinie stehen – und bei den Kreisstädtern zudem das Amt des Sportlichen Leiters ausüben.

SV Oberschledorn/Grafschaft setzt auf Trainer Lukas Gerbracht

Mittendrin gab auch der SV Oberschledorn/Grafschaft Neuigkeiten bekannt: Trainer Lukas Gerbracht bleibt. „Es stand schon seit ein paar Tagen fest“, sagt Gerbracht im Gespräch mit dieser Zeitung – und es seien auch keine schwierigen Gespräche gewesen. Zuletzt lief es in der Liga aber nicht mehr so richtig doll, da wollten beide Seiten diese Entscheidung nicht übers Knie brechen.

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Und Gerbracht traut dem Braten, dass der Klassenerhalt nach dem erklärten Rückzug von TuRa Freienohl jetzt doch nur noch Formsache ist, immer noch nicht so ganz. „Wir sollten darauf schauen, dass wir selbst unsere Punkte holen und nicht noch einmal unten reinrutschen“, betont der 28-Jährige. „Ich habe keine Lust, nach dem letzten Spiel in Freienohl anzurufen, ob‘s denn wirklich auch beim Rückzug in die A-Liga bleibt.“

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Drei Klubs beantworten Trainerfrage jeweils anders
Bundesliga des Sauerlandes
 

Die Chancen, dass es mit den angehenden Lehrer im Sommer in die vierte Saison als Bezirksligist geht, stehen aber sehr gut. Dabei war im Herbst 2023, als Gerbracht (gemeinsam mit den Co-Trainern Patrick Linn und Raphael Mütze) übernahm, überhaupt nicht absehbar, dass er im Medebacher Norden eine Ära prägen würde. Nach der Trennung von Adam Kowalik hatte man sich für diese interne Lösung entschieden, schließlich hatte Lukas Gerbracht bereits in der Saison 2021/22 als Interimstrainer überzeugt.

Das macht mir immer noch unheimlichen Spaß, am liebsten würde ich noch viel öfter selber spielen.

Lukas Gerbracht, Trainer SV Oberschledorn/Grafschaft

Eins ist seitdem aber nicht mehr ganz so einfach für den Oberschledorner: Selbst als Spieler noch auf dem Platz mitzumischen. „Das macht mir immer noch unheimlichen Spaß, am liebsten würde ich noch viel öfter selber spielen“, bekennt der Defensiv-Spezialist.

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Und wie stehen die Chancen, dass er 2026/27 in der achten Liga regelmäßig wieder gegen den Ball treten kann? „Das ist nicht zuletzt von den Gesprächen abhängig, die wir gerade führen“, lautet Gerbrachts Verweis auf die laufenden Kaderplanungen. Sprich: Wenn noch ein Spieler dazukommt, der auch Co-Trainer-Aufgaben aufnehmen kann und möchte, dann kann der Chefcoach umso öfter die Fußballschuhe schnüren.

Gerbracht setzt auf Entwicklung und höhere Ziele beim SVO

Ohne dabei natürlich seine Karriere als Fußballfachmann aus den Augen zu verlieren. „Ich möchte sicher nicht ewig immer nur mit dem SV Oberschledorn/Grafschaft um den Klassenerhalt kämpfen“, sagt Gerbracht mit Blick auf seine persönlichen Ambitionen.

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Was nicht bedeutet, dass er mit einem Wechsel liebäugelt. „Ein Verein wie unserer muss seine Spieler und damit die Mannschaft vor allem selbst entwickeln“, betont der Trainer, „wenn uns das gut gelingt, dann können wir vielleicht auch mal die obere Tabellenhälfte anpeilen.“ Ein gutes Ziel für die kommende Saison beim SVO.