Zusammenfassung
- Die SG Bödefeld/Henne-Rartal hat das Topspiel der Fußball-Bezirksliga 4 klar mit 5:2 gegen den Verfolger SV Brilon gewonnen.
- Trainer und Spieler betonten nach dem Spiel die Effizienz der Bödefelder sowie entscheidende Tore zu wichtigen Zeitpunkten.
- Trotz des deutlichen Siegs bleibt Trainer Richter hinsichtlich der Meisterschaft zurückhaltend und verweist auf den nächsten starken Gegner.
Nico Schörmann scherzte, als er von seinem Ausflug in die Offensive mit einem Querschläger, der das Briloner Tor weit verfehlt hatte, zurückkehrte. „Das habe ich im Training extra geübt“, witzelte er in Richtung Ersatzbank; seine Kumpels von der SG Bödefeld/Henne-Rartal hatten seine Aktion ziemlich süffisant kommentiert. Auch Moritz Bücker verpasste in der nächsten Situation das 6:2 für den Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga 4, aber das wäre des Guten auch deutlich zu viel gewesen.
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Nach dem 0:6 im Hinspiel musste sich der SV Brilon also dieses Mal nicht ganz so böse das Fell über die Ohren ziehen lassen: Es blieb beim 5:2 (3:1) der Schmallenberger, die damit den nächsten Schritt Richtung Meisterschaften machten.
SV Brilon: Trainer findet Niederlage zu deutlich
„Das fühlt sich einfach hart an“, musste SVB-Trainer Benedikt Brüne trotzdem festhalten, „die Niederlage ist zu hoch ausgefallen.“ Bödefeld sei „einfach echt effektiv“ gewesen, meinte der Linienchef der Gäste, der Mitte der zweiten Halbzeit vom peniblen Schiedsrichter Andre Ricken mit der Gelb-Roten Karte bedacht wurde. „Darf man denn gar nichts mehr sagen!?“, hatte sich Brüne noch versucht zu wehren, unter der Replik des Unparteiischen (“...aber nicht in dem Ton!“) dann aber den Spielfeldrand verlassen.

An Brünes Platzverweis lag es nicht, auch nicht an jenem für Brilons Finn Hanfland, der wegen zweier Foulspiele in der 60. Minute ebenfalls in die Kabine geschickt wurde. „Wir haben das mit zehn Mann gut gemacht“, befanden sowohl Brüne als auch sein spielender Co-Trainer Lars Schönhütl. Die Übermannschaft der „Bundesliga des Sauerlandes“ hingegen verlor in Überzahl mal ganz kurz den Faden. „Da haben wir ein bisschen die Ordnung verloren und ich hatte das Gefühl, als hätte der eine oder andere gedacht, er könne auch einen Schritt weniger machen“, sagte Brünes Gegenüber Jens Richter mit Blick auf diese Phase.

Aber dass er da auf sehr hohem Niveau klagte, wusste der SG-Coach ebenfalls. Er sah vor 200 Zuschauern und ebenso vielen Regenschirmen einen verdienten Heimerfolg, attestierte seiner Mannschaft „vor allen in der ersten Halbzeit“ eine „gute Präsenz“ und unterstrich der Elf eine besondere Qualität: „Wir haben immer genau zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“

Damit meinte Richter vor allem das 2:1 von Moritz Bücker (19. Minute) als unmittelbare Antwort auf den Ausgleich durch Brilons Moritz von Ascheraden (17.) sowie das 4:2 durch Niklas Sommer (69.), kurz nachdem Julius Brackwehr mit dem 3:2-Anschlusstreffer für schwarz-weiße Morgenluft (62.) gesorgt hatte. Der finale „Genickschlag“ aus Sicht von Brüne.
Spaß am Torschuss
Die anderen Bödefelder Tore besorgten die auffälligen Cedric Hanfland (10.) und Moritz Peters (44., 81.). „Wir haben viele Spieler, die Tore schießen können und auch wollen“, nickte Richter und erzählte von den Trainingseinheiten. Dort hätten seine Jungs vor allem bei Übungen mit Torabschluss großen Spaß, bei anderen Elementen sei das nicht ganz so ausgeprägt.
Da schließt sich der Kreis zum Spruch von Nico Schörmann könnte man meinen, wenn da nicht nicht noch die eine große Frage wäre: Wann lässt die SG Bödefeld/Henne-Rartal in Sachen Meisterschafts-Ambitionen denn jetzt endlich mal die Deckung runter? Etwa nach diesem Statement-Sieg gegen den ärgsten Verfolger?
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Nein – oder nur ein ganz kleines bisschen. „Ja, das waren Big Points“, ließ sich Richter entlocken, dann verwies er auf den kommenden, seiner Meinung nach enorm starken, Gegner: Vatanspor Hemer.





