Es ging ein Raunen durchs Hans-Watzke-Stadion, als sich Jannik Heppelmann in der zweiten Minute der Nachspielzeit zu einer „Monster-Parade“ gegen Anil Ekinci aufschwang und mit einer Fußabwehr das Gegentor verhinderte. Es wäre das 3:2 für den SV Rot-Weiß Erlinghausen gewesen.
Landesliga 2: Leistungsgerechtes Unentschieden
Noch einmal vier Minuten später folgte auf die Großtat des SCN-Torwarts ein Angriff der Gäste, aber Heppelmanns Teamkollege Yatma Wade verzog. Es wäre das 3:2 für den SC Neheim gewesen.
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Somit blieb es beim leistungsgerechten 2:2 (1:1) zwischen dem SV Rot-Weiß Erlinghausen und dem SC Neheim. Und es lässt sich konstatieren, dass die beiden mit so großen Ambitionen in diese Fußball-Landesligasaison gegangenen HSK-Klubs weiter auf der Stelle treten. Der Durchbruch wurde am 10. Spieltag, dem Debüt von Kevin Hines als Trainer des SC Neheim, definitiv vertagt.

Zwar liegen drei Tabellenplätze und vier Punkte zwischen SCN und RWE, die Situation bei beiden Vereinen ist aber eine vergleichbare: Die Erwartungen konnten noch nicht erfüllt werden, aktuell ist sowohl das Team von Trainer Kevin Hines als auch das von Daniel Berlinski auf der Suche nach Stabilität und dem Weg aus der Ergebniskrise, um doch noch in den Kampf um die vordersten Plätze einzugreifen.
Nur ein Punkt aus drei Spielen
„Im Oktober ist noch keiner auf- oder abgestiegen“, sagte Erlinghausen-Trainer Berlinski zwar, räumte im gleichen Atemzug aber ein: „Ein Punkt aus den letzten drei Spielen, das ist in dieser Liga natürlich zu wenig für unsere Ansprüche.“ Ein bisschen Druck hatte Gegenüber Hines vor seinem Debüt als Neheimer Trainer herausgenommen. „Mir geht es nicht so sehr um das Ergebnis, sondern um das Wie“, sagte der Iserlohner kurz vor dem Anpfiff im Gespräch mit dieser Zeitung.
Ein Punkt aus den letzten drei Spielen, das ist in dieser Liga natürlich zu wenig für unsere Ansprüche.
Daniel Berlinski, Trainer SV Rot-Weiß Erlinghausen
Nach einem rassigen Duell unter den Augen von Noch-BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stand neben der Punkteteilung auch die Erkenntnis, dass Erlinghausen noch zu viele Fehler macht. „Im Moment fressen wir zu viele und zu einfache Gegentore“, monierte Berlinski, der dabei darauf verwies, dass seine Mannschaft vorne ja immer treffen würde.

So auch gegen Neheim. Pascal Raulf vollendete per Kopf nach Vorarbeit per Freistoß durch Bilal Akgüvercin (15.). Das zweite RWE-Tor ging allerdings auf die Kappe von Neheims Janik Hülsmann, der eine scharfe Hereingabe von Rahman Cakmakci ins eigene Tor lenkte.
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Dass es nicht zu einem Dreier reichte, lag aber nicht nur an Yatma Wade, der für die Gäste doppelt traf. Erst kurz vor der Pause mit einem „Sonntagsschuss“ (RWE-Co-Trainer Benedikt Müller), dann per Kopf nach einer Ecke zur zwischenzeitlichen Neheimer 2:1-Führung (63.). „Das war nicht herausgespielt, sondern von uns selbst eingeleitet“, ärgerte sich Berlinski über die Entstehung. „Es sind einfach sehr, sehr häufig individuelle Fehler. Und du kannst mal einen Fehler machen, du kannst auch das zweite Mal einen Fehler machen. Irgendwann müssen wir uns dann aber auch mal fragen, ob wir auf der einen oder anderen Position defensiv genug Qualität besitzen.“
RW Erlinghausen: Verstärkung in der Winterpause?
Dass RWE in Innenverteidigung, auch angesichts der Ausfälle von Nils Meyer und Philipp Hachmann, im Winter nachlegt, ist nicht unwahrscheinlich. Die Ausfälle von Leistungsträgern könne auch ein so breiter Kader wie der der Rot-Weißen nicht mehr auffangen, erläuterte Berlinski und nannte als Beispiel den „Königstransfer“ Sven Nartikoev. „Er sollte eigentlich den Unterschied bei uns ausmachen“, so „Berle“ – der Mittelfeldspieler, der aus Soest gekommen war, absolvierte nach einer Sprunggelenks-OP im Sommer aber noch keine einzige Spielminute.

Über Transfers macht sich Hines hingegen wohl noch keine konkreten Gedanken. „Wir waren in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft“, freute sich der Neheimer Trainer. Vor allem aber gefiel ihm das vor dem Spiel erwähnte „Wie“: „Wenn ich sehe, wie sich die Mannschaft reingeschmissen hat, wie sie die gewonnenen Zweikämpfe in der Defensive gefeiert hat – dann sehe ich all das, was in den vergangenen Wochen vielleicht zu kurz gekommen ist. Ich muss sagen, ich bin aber mit der Art und Weise, wie wir als Mannschaft aufgetreten sind, hochzufrieden.“
Kleiner Wermutstropfen aus Neheimer Sicht dürfte aber die Gelb-Rote Karte gegen Samet Coskun (85.) gewesen sein.




































































































