Prima gekämpft, aber am Ende hauchdünn verloren: Die Handballer der SG Ruhrtal mussten sich am späten Sonntag erstmals seit dem Abstieg aus der Oberliga vor eigenem Publikum geschlagen geben, bekamen aber von ihrem Anhang für eine aufopferungsvolle Leistung lang anhaltenden Applaus.
Ruhrtal auch ohne Yannick Mähl
„Das war ein Match auf Topniveau. Leider haben wir uns ein paar technische Fehler zu viel geleistet, ein Unentschieden wäre allemal verdient gewesen“, sagte Trainer Henning Becker nach dem 23:24 (11:13) gegen den Tabellendritten der Verbandsliga, RSV Altenbögge/Bönen.
Die durch die langzeitverletzten Lukas Struwe, David Bauerdick, Tilman Weber, Fabian Pilz und Matthias Storm (er wird nach seiner Hüft-OP in diesem Jahr nicht mehr spielen können) ohnehin arg geschwächten Oeventroper mussten auch noch auf Linksaußen Yannick Mähl verzichten. Sie zeigten aber wenig Respekt vor dem noch ungeschlagenen RSV und machten den 4:7-Rückstand durch Treffer vom die linke Außenbahn besetzenden Louis Klute (2) und Spielmacher Phillipp Mähl wett. Zwar konterten die Gäste ihrerseits zum 7:10, aber nach 26 Minuten war es wieder Mähl vom Siebenmeter-Punkt, der zum 11:11 ausglich.
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Zur Pause lag die SGR wieder mit zwei Toren hinten, kam aber wild entschlossen aus der Kabine und überraschte die Gäste mit einem 4:0-Lauf, wobei neben Aaron Humpert (2) und Malte Weber auch der für Henrik Basler eingewechselte Janne Malik mit einem Überzahl-Treffer ins verwaiste Gästetor erfolgreich war. Das 15:13 blieb jedoch eine Momentaufnahme, denn Altenbögge/Bönen antwortete postwendend zum 15:16 und legte zum 17:19 (45.) erneut einen 3:0-Lauf hin, was Becker zu einer Auszeit bewog.
Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft. Sie hat wieder leidenschaftlich verteidigt. Leider fehlten gegen diesen bärenstarken Gegner im Angriff die Optionen.
Henning Becker, Trainer der SG Ruhrtal
Die zahlte sich aus, denn der Oberliga-Absteiger schaffte durch den zweiten Weitwurf von Malik den 19:19-Ausgleich. Das war in der packenden Schlussphase auch Weber (zum 22:22) und dem nervenstarken Mähl (zum 23:23) vergönnt. Nur auf den letzten RSV-Torerfolg hatten die Hausherren keine Antwort mehr.
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„Ich bin extrem stolz auf meine Mannschaft. Sie hat wieder leidenschaftlich verteidigt. Leider fehlten gegen diesen bärenstarken Gegner im Angriff die Optionen“, resümierte Becker, verbunden mit der Hoffnung, dass seine Schützlinge im auf Freitag (20.15 Uhr) vorgezogenen Match bei den SGSH Dragons in Schalksmühle erneut an ihre Grenzen gehen. Die Bezirksliga-Reserve der SGR bestreitet übrigens an diesem Dienstag (20 Uhr) ihr Nachholspiel bei Husen-Kurl.
SGR: Basler, Malik (2); P. Mähl (6/5), Humpert (4), Klute (4), Röttger (4), M. Weber (2), Schulte (1), Schmidt, Klauke, Schwefer.






























