Zwei Vertrags-Coups sind Schalke 04 in diesem Sommer geglückt. Nach Soufiane El-Faouzi verlängerte auch Mertcan Ayhan sein Arbeitspapier vorzeitig. Damit hat der Bundesliga-Aufsteiger die beiden wertvollsten Spieler aus dem Kader an sich gebunden und sich eine hervorragende Position für mögliche Verhandlungen mit anderen Vereinen in der Zukunft gesichert.
Ein Durchbruch bei Vitalie Becker, einem weiteren Senkrechtstarter aus der Aufstiegssaison, lässt derweil auf sich warten. Der Vertrag des 21 Jahre alten Linksverteidigers läuft im kommenden Sommer aus, so dass ein ablösefreier Abgang droht. Lazio Rom beschäftigt sich mit Becker, würde ihn nach Informationen dieser Redaktion gerne im kommenden Sommer verpflichten.
Schalke-Youngster Vitalie Becker: Vertragsgespräche sind nicht geplatzt
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Daher bemühen sich die Schalker weiterhin um eine Vertragsverlängerung. Und Becker selbst sagte in einem Interview mit Ruhr24 während des Trainingslagers: „Ich fühle mich wohl auf Schalke. Ich habe nie gesagt, dass ich weg möchte, und habe ja noch einen Vertrag. Ich konzentriere mich voll auf Schalke und die gerade laufende Vorbereitung.“
Es gebe Gespräche, erklärte Becker weiter, „aber das ist in der Vorbereitung kein Thema für mich. Mein Berater kümmert sich um alles. Ich bin ganz entspannt, er ist in einem guten Austausch mit Frank Baumann und Max Lüftl.“ Deutlich widersprach der Youngster Gerüchten, nach denen die Gespräche zwischen Klub und Spielerseite geplatzt seien: „Das stimmt nicht“, betonte er.

Klar ist aber auch: Beckers Zukunft bleibt vorerst ungeklärt. Ein ablösefreier Abgang im nächsten Sommer würde den Königsblauen in finanzieller Hinsicht wehtun. Ein Verkauf in dieser oder der kommenden Transferperiode böte die letzte Chance, eine Ablösesumme für Becker zu kassieren.
Der gebürtige Bottroper, der 2013 zu Schalke kam und die Nachwuchsteams der Knappenschmiede durchlief, feierte zum Start der Vorsaison sein Profidebüt und überzeugte auf Anhieb. Auf der linken Außenbahn zählte er über die gesamte Hinrunde zu den Leistungsträgern, lieferte Zweikampf- und Laufstärke sowie zwei Tore und eine Vorlage. Doch im neuen Jahr bremste ihn eine langwierige Verletzung aus, und der als Ersatz verpflichtete Moussa Ndiaye lief Becker mit starken Auftritten den Rang ab.
Schalke: Becker ist Herausforderer im Duell mit Robin Gosens
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Inzwischen heißt Beckers Konkurrent nicht mehr Ndiaye, sondern Robin Gosens. Und im Duell mit dem erfahrenen, prominenten Top-Zugang bleibt Becker erneut die Rolle des Herausforderers. Becker dazu: „Der Fußball lebt vom Konkurrenzkampf. Robin bringt viel Erfahrung mit. Er hat in der Champions League gespielt und war Nationalspieler. Ich kann sehr viel von ihm lernen. Man merkt in den ersten Einheiten bereits, dass er mir viel mitgeben kann. Da geht es auch um Kleinigkeiten, die man sonst nur weniger beachtet. Das ist wichtig, damit ich mich weiterentwickeln kann.“ Bleibt nur die Frage, ob Becker seine Entwicklung langfristig auf Schalke vorantreiben möchte – oder anderswo.






