Es schien alles schon klar zu sein: Ersatztorwart Kevin Müller hatte sich mit Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 über einen neuen Vertrag verständigt, Sohn Pepe nahm bereits am Auftakttraining der königsblauen U17 teil und Zweitligist 1. FC Heidenheim stellte den 35-Jährigen frei. Das Signal: Nur noch Kleinigkeiten sind zu klären. Doch nun folgt ein Strategiewechsel in der Ostalb: Der FCH bestellte Müller zum Training. Am vergangenen Mittwoch kehrte er ins FCH-Training zurück. „Er absolvierte die Leistungsdiagnostik und die sportärztlichen Untersuchungen“, hieß es in einer Heidenheimer Meldung. Mittlerweile gibt es eine weitere Wendung. Sky meldet, dass Müller nun doch zu Schalke wechseln werde. Der TV-Sender spricht von einer „vollständigen mündlichen Einigung“. Bereits am Dienstag solle es den Medizincheck geben.

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Die Fakten: Die Schalker hatten Müller in der Rückrunde der Aufstiegssaison 2025/2026 ausgeliehen, aber mit Heidenheim keine Kaufoption vereinbart. Doch Müller überzeugte auf Schalke sportlich und menschlich, Heidenheim plant für die Torhüterposition anders. Zuletzt gab es aber Dissonanzen.

Heidenheim-Boss: „Außer wir erzielen mit Schalke eine Einigung...“

Der Grund aus Heidenheimer Sicht: „Bislang konnten der FCH und der Bundesliga-Aufsteiger keine Einigung bei den Transfermodalitäten erzielen.“ Die Schalker wollen Müller ablösefrei verpflichten. Heidenheim stimmt da nicht zu, will, wie zu hören ist, eine niedrige sechsstellige Ablösesumme kassieren. Vorstandschef Holger Sanwald begründet das so: „Wir wollen den Wechselwunsch von Mü ermöglichen. Da wir bei einem Abgang auf der Torwartposition personell handeln müssten, ist ein ablösefreier Wechsel aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten für uns jedoch ausgeschlossen. Mü ist damit wieder Teil unserer Mannschaft, außer wir erzielen mit Schalke 04 doch noch eine Einigung.“

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Es kündigt sich ein nicht erwarteter Transferpoker an. Die Schalker treffen sich am Freitag zur Leistungsdiagnostik, am Sonntag findet der Trainingsauftakt auf dem Rasen statt. Genügend Torhüter stehen dafür zur Verfügung, auch ohne Müller. Loris Karius verlängerte in der Sommervorbereitung seinen Vertrag, die Talente Luca Podlech und Johannes Siebeking sind ebenfalls noch da.