Das hat schon eine gewisse Tragik: Da legte sich der FC Schalke 04 wahnsinnig ins Zeug, damit der zu dem Zeitpunkt noch gesperrte Edin Dzeko zumindest im Heimspiel gegen den Karlsruher SC am kommenden Ostersonntag (13.30 Uhr, Sky) mitmischen kann. Überraschend hatte der Tabellenführer der 2. Bundesliga auch tatsächlich Erfolg damit – jetzt allerdings fehlt Dzeko doch, weil er verletzt ist.

Noch immer gibt es keine exakte Diagnose oder Ausfallzeit. Schalke hofft, dass der Stürmerstar im laufenden Aufstiegsrennen noch mitwirken kann. Karlsruhe allerdings kommt zu früh, viel zu früh. In sportlicher Hinsicht ist das für den KSC eine gute Nachricht, echte Freude wollte sich bei Trainer Christian Eichner aber nicht einstellen.

Dzeko fehlt Schalke: Eichner findet es „sehr schade“

„Ich finde es sehr schade, dass er nicht spielt. Ich habe mich wirklich sehr auf diesen Spieler gefreut“, sagte der Coach der Gäste über Dzeko und hatte nichts als Respekt für den Pechvogel übrig: „Er ist für mich einfach ein absoluter Weltklassestürmer – wie er Bälle festmacht, wie er zum Abschluss kommt.“

Bosnien-Herzegowina - Italien
Bitterer Moment: Dzeko stürzt nach einer Grätsche von Frattesi unglücklich.© dpa | Durgut

Diese Qualitäten zeigte Dzeko auch im Play-off-Finale seiner Bosnier gegen Italien. Kurz vor Beginn des Elfmeterschießens wurde der 40-Jährige im Mittelkreis von Davide Frattesi umgegrätscht und fiel unglücklich auf das rechte Schlüsselbein. Die Bilder, wie er mit einer provisorischen Manchette den Sieg im Elfmeterschießen und die damit verbundene WM-Teilnahme im Sommer bejubelte, gingen um die Welt. Nun wartet ganz Schalke bange auf eine erste Prognose. Immerhin: Eine zunächst befürchtete Operation ist nach Dzekos eigenen Angaben wohl nicht nötig.

„Das wäre eine Riesengeschichte gewesen“

„Das wäre auch für unsere Jungs eine Riesengeschichte gewesen, diesen Spieler zu verteidigen“, sagte Eichner. „Deswegen tut es mir leid, dass er sich in der letzten Aktion an der Schulter verletzt hat. Ich kann nur hoffen, dass er das relativ schnell wegsteckt.“

Karlsruher SC - SpVgg Greuther Fürth
KSC-Trainer Christian Eichner an der Seitenlinie.© Uli Deck/dpa | Uli Deck

Fast 20 Jahre ist es her, da begegnete der heutige KSC-Trainer dem damaligen Senkrechtstarter des VfL Wolfsburg auf dem Spielfeld. „Ich musste ihn hier 2007/08 auch noch verteidigen – zusammen mit Grafite im Sturm. Da sieht man mal, was für eine Karriere er hingelegt hat, und es ist aus meiner Sicht im Gesamtpaket einfach ein unfassbarer Spieler.“

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In der Tat, Dzekos Erfolge seit dem Aufeinandertreffen mit Eichner sprechen für sich. Unter anderem wurde er 2008/09 Deutscher Meister mit Wolfsburg, zweimal gewann er die Premier League und einmal den FA-Cup mit Manchester City sowie zweimal den italienischen Pokal mit Inter Mailand.