„Kickbase“ ist das wohl beliebteste Fantasy-Managerspiel in Deutschland. Freunde können sich in Ligen zusammenschließen und auf einem virtuellen Transfermarkt meistbietend Fußballprofis erstehen. Diese werden dann, anhand ihrer Leistung in der Realität, bewertet.

Borussia Dortmund geht seit dieser Saison wieder als eines der Top-Teams an den Start. Ein Problem, das beliebte Spieler wie Serhou Guirassy oder Waldemar Anton mit sich bringen: Sie sind sehr teuer und Geld ist notorisch knapp. Zur Einordnung: Je nach Modus starten Manager mit einem Budget von 150 - 200 Millionen Euro. Am teuersten ist derzeit Harry Kane mit rund 68,5 Millionen Euro, wobei Manager im Bieterwettkampf in der Regel mehr als den Marktwert berappen müssen. Da benötigen Manager an anderer Stelle günstige Alternativen.

Auch der BVB hat Kickbase-Schnäppchen

Auch wenn die meisten BVB-Profis zweistellige Millionenbeträge kosten, gibt es unter ihnen Spieler, die in Sachen Marktwert noch nicht angemessen bepreist sind. Hier liegen Chancen für Manager, einen guten Deal zu machen. Denn die Marktwerte steigen und fallen je nach Kaufverhalten aller in der App aktiven Nutzer. Liefert ein Spieler viele Punkte, wird er häufiger gekauft und steigt im Wert.

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Aber wie werden die Spieler überhaupt bewertet? Die einfache Rechnung: Wer viele Ballaktionen hat, Tore schießt oder vorlegt, Treffer verhindert oder zu Null spielt, der bekommt viele Punkte. In „Kickbase“ zählt nahezu jede Aktion, je näher zum gegnerischen Tor, desto besser. So gibt es Punkte für erfolgreiche Pässe in der gegnerischen Hälfte, kreierte Großchancen, aber auch Klärungsaktionen oder Rettungstaten auf der eigenen Torlinie. Nahezu jede Aktion wird in Plus- oder Minuspunkte umgerechnet.

Borussia Dortmund: Drei vielversprechende Tipps

Joane Gadou: Der Neuzugang aus Salzburg ist auf der rechten Innenverteidigerposition gesetzt und dürfte auch Teil der Dreierkette bleiben, wenn der verletzte Nico Schlotterbeck zurückkehrt. Dafür, dass Gadou bei einer Körpergröße von 1,95 Metern viele Bälle klären, bei Offensivstandards Gefahr, und, mit Blick auf das erwartbar dominante Spiel der Dortmunder, auch ein paar offensive Passaktionen haben wird, sind 22,7 Millionen Euro ein sehr fairer Preis.

Konstantinos Karetsas: Der 18-jährige offensive Mittelfeldspieler hat das Zeug, den Unterschied zu machen. Dafür, dass er gesetzt ist und viele Angriffe über ihn laufen dürften, sind 20,7 Millionen Euro viel zu günstig. Wenn Karetsas das erfüllt, was sich die Dortmunder von ihm erhoffen, dann sollte er eher in Richtung 35 Millionen Euro gehen. Noch ist der Grieche ein echter Geheimtipp.

Trainingsauftakt Borussia Dortmund
Jetzt deutlich günstiger bei Kickbase: BVB-Torjäger Serhou Guirassy.© Bernd Thissen/dpa | Bernd Thissen

Serhou Guirassy: Der Guineer ist alles andere als ein Geheimtipp, aber derzeit historisch günstig. Vor einem Jahr war Guirassy nach seiner Top-Saison noch 50,8 Millionen Euro wert, derzeit sind es 28,1. Guirassy ist nach wie vor der einzige Typ „Finisher“ im Sturm des BVB und sollte weite Teile der Saison in der Startelf bestreiten. Es gab zwar immer wieder Abgangsgerüchte, doch der BVB plant voll mit ihm. Wenn er nur halbwegs an seine Torquote aus der Saison 2024/25 (33 Bundesligaspiele, 21 Tore, vier Vorlagen) anknüpfen kann, dann ist er zu diesem Kurs praktisch geschenkt.

Borussia Dortmund: Dieses Trio ist viel zu teuer

Gregor Kobel: Der Torhüter zählt zwar zu den besten der Liga, ist mit knapp 23,2 Millionen Euro aber viel zu teuer. Zwar wehrt er vieles, was auf sein Tor kommt, ab, und spielt weitgehend fehlerfrei, doch einen erwartbaren Punktschnitt von um die 100 Zähler bekommen Manager auch für sechs bis zehn Millionen Euro weniger.

Nico Schlotterbeck: Wenn er fit ist, zählt Schlotterbeck zu den besten „Kickbase“-Verteidigern. Das wissen auch die Manager. Obwohl der 26-Jährige noch wochenlang ausfallen wird, kostet er immer noch 34,3 Millionen. Auf Jahressicht ist das gerade einmal ein Abschlag von sechs Millionen Euro auf seinen Höchstwert. Manager sollten abwarten und erst zuschlagen, wenn eine Rückkehr bevorsteht. Ein guter Zeitpunkt könnte hier die Länderspielpause Ende September sein.

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt
Noch verletzt und trotzdem teuer: BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck© dpa | Thissen

Jobe Bellingham: In seiner zweiten BVB-Saison dürfte der 20-Jährige zunächst den Platz an der Seite von Felix Nmecha einnehmen. Doch er wird direkt liefern müssen. Denn mit Marcel Sabitzer und Carney Chukwuemeka steht die Konkurrenz bereit. 19 Millionen Euro sind ein stolzer Preis, wenn Platzhirsch Nmecha mit 25,7 Millionen Euro gelistet ist. Hier sollten Manager lieber die gut sieben Millionen Euro mehr in die Hand nehmen.