Hansi Flick hat seinem Neuzugang Karim Adeyemi gleich mal spüren lassen, welcher Wind im Starensemble des FC Barcelona weht. 2:2 ging das Testspiel der Katalanen beim englischen Zweitligisten Birmingham City aus, erstmals lief der Neuzugang von Borussia Dortmund im Barca-Trikot auf – und konnte seinen neuen Trainer zum Start offenkundig noch nicht so recht überzeugen.

„Viele Dinge waren nicht so gut (von Karim), das kann ich sagen. Ich denke, er hat mehr Potenzial, um seine Stärken zu zeigen“, kritisierte Flick auf der anschließenden Pressekonferenz überraschend deutlich Adeyemis 45-minütigen Auftritt gegen die Engländer.

Karim Adeyemi
Ex-BVB-Profi Karim Adeyemi zeigte ein durchwachsenes Debüt für den FC Barcelona.© Harry Langer/dpa | Harry Langer

Ex-BVB-Star Adeyemi startet holprig

Der Ex-Dortmunder spielte fahrig, leistete sich mehrere unsaubere Zuspiele und Abschlüsse. In der Halbzeit hatte sein Trainer dann genug gesehen, Adeyemi blieb für Nachwuchstalent Roony Bardghji draußen. Um eine größere Rolle in der Mannschaft des spanischen Meisters zu spielen, wird er sich deutlich steigern müssen.

Training Barcelona - St. Georges Park
Hansi Flick war mit Karim Adeyemi zum Start nicht zufrieden.© David Davies/PA Wire/dpa | David Davies

Das sei laut Flick nach so kurzer Zeit beim neuen Team allerdings auch nicht ungewöhnlich. „Er ist immer noch in der ersten Trainingswoche, also ist es normal. Im Training sehe ich Karim viel besser“, entschärfte der Coach seinen Ton und schob ein Lob hinterher: „Es ist gut zu sehen, welche Schnelligkeit, welche Qualität und welchen Abschluss er hat. Er bringt viel Potenzial mit und kann uns viel geben.“

Kann sich Adeyemi in Barcelona durchsetzen?

Am 23. Juli hatte Barça den Nationalspieler als Neuzugang präsentiert, der BVB strich ein Jahr vor Vertragsende eine Sockel-Ablösesumme von 22 Millionen Euro ein, die im Erfolgsfall auf knapp über 30 Millionen Euro ansteigen kann. Zudem sicherten sich die Dortmunder eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von stolzen 35 Prozent.

Für Adeyemi ist es Chance und Risiko gleichermaßen. Setzt sich der 24-Jährige in Barcelona durch, wäre das der Durchbruch zum Topspieler. Die Konkurrenz ist jedoch enorm: In Dortmund, wo er in der vergangenen Saison häufiger das Nachsehen gegenüber Maximilian Beier hatte, kam Adeyemi zumeist über die rechte Seite – dort wirbelt für Barça zumeist ein gewisser Lamine Yamal.