Insgesamt zehn Spieler von Borussia Dortmund waren bei der WM 2026 im Einsatz. Wenn ab Dienstag das Halbfinale ausgespielt wird, werden die Zuschauer keine bekannten BVB-Gesichter mehr auf dem Rasen in Nordamerika sehen. In der Nacht auf Sonntag sind die letzten zwei im Turnier verbliebenen Dortmunder ausgeschieden. Rechtsverteidiger Julian Ryerson scheiterte mit Norwegen an England (1:2 nach Verlängerung) und Torhüter Gregor Kobel mit der Schweiz an Argentinien (1:3 nach Verlängerung).
BVB-Torhüter nach Schweiz-Aus „sehr stolz“
Ryerson und Kobel mussten also knappe und bittere Niederlagen hinnehmen. Der Frust dürfte tief sitzen. Wobei Kobel sich schon kurz nach Abpfiff „sehr stolz“ auf seine Mannschaft zeigte. „Schon das ganze Turnier, dass wir so weit gekommen sind. Wir haben gekämpft bis zum Schluss. Wir haben Herz gezeigt und jetzt tut es mega weh, dass wir so ausscheiden.“

Der 28-Jährige hatte im Turnier starke Leistungen gezeigt, war im Elfmeterschießen im Achtelfinale gegen Kolumbien zum Schweizer Helden avanciert. Gegen Argentinien ebnete er seinem Team mit einem starken Reflex tief in der Nachspielzeit den Weg in die Verlängerung. Letztlich reichte es nicht, wohl auch, da die Kobel-Elf nach einem denkwürdigen Platzverweis gegen Breel Embolo ab der 72. Minute in Unterzahl spielen musste. „Ich habe es zu wenig gesehen“, meinte Kobel zur strittigen Szene. „So wie wir gekämpft haben, fühlt es sich unfair an, dass wir nicht die Chance bekommen, ins Elfmeterschießen zu kommen. Aber so ist der Fußball.“
BVB-Rechtsverteidiger Julian Ryerson angeschlagen raus
Ebenso boten die Norweger um Ryerson und Ex-Dortmunder Erling Haaland England einen großen Kampf. Trotz Führung reichte es nicht, da der frühere BVB-Mann Jude Bellingham den – im Anschluss diskutierten – Ausgleich erzielte und das Spiel mit seinem zweiten Tor kurz nach Beginn der Verlängerung drehte.

Zu diesem Zeitpunkt stand Ryerson nicht mehr auf dem Feld. Der 28-Jährige musste nach einer Stunde angeschlagen ausgewechselt werden – wieder einmal. Für den Top-Vorlagengeber der Borussen war bereits im Gruppenspiel gegen Senegal und im Achtelfinale gegen Brasilien vorzeitig Schluss. Zwischenzeitlich pausierte er für zwei Partien.
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Gegen England blieb Ryerson mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen sitzen und zeigte an, dass er nicht weiterspielen kann. Von Betreuern begleitet, verließ er den Platz. Ob der Auswechslung eine ernstere Ursache zugrunde lag, ist nicht bekannt.





