Eintracht Frankfurt stellt sich nach einer enttäuschenden Bundesliga-Saison neu auf. In der vergangenen Spielzeit haben die Hessen einen zwischenzeitlich sicher scheinenden Europapokalplatz verspielt, wurden am Ende nur Tabellenachter. Damir wird die SGE in der kommenden Saison nicht international vertreten sein. Ihren Humor haben die Klubangestellten aber nicht verloren.
In den Sozialen Medien haben die Frankfurter den neuen Bundesliga-Spielplan, nach dem die SGE auswärts bei Union Berlin starten und die Saison mit einem Gastspiel beim FC Bayern München beenden wird, in Anspielung auf bekannte Filme präsentiert. Im Stile des Streamingdienstes „Netflix“ werden die Gegner als Teaser vorgestellt. Für einige Klubs haben die Frankfurter deftige Spitzen parat, für andere humorvolle Anspielungen.
Borussia Dortmund: Eintracht Frankfurts Gruß an Niko Kovač
Borussia Dortmund etwa assoziieren die Hessen mit der Serie „How I Met Your Mother“. Auf der Couch im Vordergrund sitzt BVB-Trainer Niko Kovač, der von März 2016 bis Sommer 2018 Chefcoach der Eintracht war. Im Hintergrund tummeln sich BVB-Funktionäre wie Hans-Joachim Watzke. Dazu ziert der Schriftzug „a lovestory in reverse“ (eine umgekehrte Liebesbeziehung) das Bild. Kovač hat mit Eintracht Frankfurt in der Saison 2017/18 den DFB-Pokal gewonnen, was ihm die Fans, trotz seines viel diskutierten Abgangs zum FC Bayern München, nicht vergessen haben. Sie haben ihn geliebt, jetzt kommt er als Gegner.
FC Schalke 04: „Zurück in die Zukunft“ und jetzt wieder gegen Eintracht Frankfurt
Den FC Schalke 04 assoziieren die Hessen mit dem Film-Klassiker „Zurück in die Zukunft, wobei die Frankfurt-Version Miron Muslic anstelle von Marty McFly zeigt. Dazu der Schriftzug: „Zurück in die 1. Liga“. Die Knappen sind als Zweitligameister ins Oberhaus zurückgekehrt.

Weniger gut kommt Bayer 04 Leverkusen weg. Auf die „Werkself“ spielen die Hessen mit einer veränderten Version von „How to sell drugs online (fast)“ an. Die Serie handelt von einem Leipziger, der Drogen aus seinem Kinderzimmer verkauft und im großen Stil im Darknet vertrieben hat. Die große rote Pille spielt auf den namensgebenden Konzern Bayer an. Dazu schreiben die Frankfurter: „How to win the Bundesliga not“. Das Wort „fast“ ist sichtbar durchgestrichen. Eine Anspielung auf den unverhofften Meistertitel 2023/24, den der SVB in der Folge nicht mehr verteidigen konnte.
Eintracht Frankfurt macht sich über Mainz, Hoffenheim und RB Leipzig lustig
Auch der 1. FSV Mainz 05 kommt schlecht weg. Mit der Serie „Hör mal, wer da hämmert“ beziehen sich die Frankfurter auf das Stadion am Europakreisel, das in Fankreisen gerne mit einer Filiale der Baumarktkette Bauhaus verglichen wird. Die Referenz zu „Two and a half men“ bei der TSG 1899 Hoffenheim spielt auf den seit Jahren niedrigen Zuschauerschnitt im Kraichgau an: „Two and a Half Fans“ schreiben die Frankfurter.
Die heftigste Spitze aber kassiert RB Leipzig. Eintracht Frankfurt imitiert hier ein Werbebanner, auf dem vorgeschlagen wird, dieses mit einem Klick zu überspringen. Zu sehen ist lediglich eine weiße Dose mit der Aufschrift „Leipzig“. Eintracht Frankfurt verwendet in Duellen mit dem in Fankreisen unbeliebten Red-Bull-Klub traditionell nicht dessen Logo. Hier spielt die SGE darauf an, dass RB Leipzig ein Werbekonstrukt der Getränkemarke Red Bull und kein Fußballverein sei. „Keine Lust auf Werbung? Jetzt Eintrachttv+-Abo sichern“, heißt es dazu.

Schafft Schalkes Mit-Aufsteiger „Das Wunder von Paderborn“?
Versöhnlicher wird es beim SC Paderborn, die die SGE mit dem berühmten Film „Das Wunder von Bern“ assoziiert. Die deutsche Nationalmannschaft wird das nach dem peinlichen Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay nicht wiederholen. Der SCP hat nun die Chance „Das Wunder von Paderborn“ mit dem Bundesliga-Klassenerhalt zu vollbringen.



