Julian Nagelsmanns Entscheidung hat für einige der Profis von Borussia Dortmunds in diesem Sommer weitreichende Folgen. Nicht nur sportlich, sondern vor allem privat. Wird ein Spieler für die WM-Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft nominiert, bedeutet das: nur eine Woche Mini-Relaxing nach dem letzten Bundesliga-Spieltag, bevor am 25. Mai der Vorbereitungs-Auftakt zur Weltmeisterschaft beginnt. Bleibt die Nominierung dagegen enttäuschenderweise aus, winken zumindest mehrere Wochen Urlaub, ehe mutmaßlich Mitte Juli das Training unter Niko Kovac startet. Knapp acht Wochen Pause wären das, und dann sollte der letzte Eindruck besser stimmen.
Der BVB hat mit dem souveränen 4:0-Erfolg gegen den SC Freiburg die Champions-League-Qualifikation endgültig fixiert. Das Minimalziel der Saison ist erreicht. Doch welche Anreize bleiben dem Klub und seinen Stars für die letzten drei Spieltage?
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Die vier Tore gegen die Breisgauer haben die angeschlagene Stimmung bereits spürbar aufgehellt. Der BVB will die souveräne Bundesliga-Saison nicht nur durch Siege abrunden, sondern auch mit mutigen und überzeugenden Auftritten glänzen. „Der letzte Eindruck bleibt hängen“, hatte Niko Kovac vor der Partie betont. Aktuell stellen die Dortmunder mit nur 31 Gegentoren in 31 Spielen die beste Defensive der Bundesliga – sogar vor dem FC Bayern. Auch diese Statistik soll, wenn möglich, ins Ziel gebracht werden. Zudem hat Torwart Gregor Kobel die Chance, den Vereinsrekord für Zu-Null-Spiele zu brechen (aktuell 14).
Einsatzzeiten für die BVB-Talente
Während Dortmund das oberste Ziel erreicht hat und auch in der Pole Position im Rennen um die Vize-Meisterschaft ist (fünf Punkte Vorsprung auf Leipzig), bleibt die Saison-Endphase für die drei kommenden Gegner ganz heiß. Borussia Mönchengladbach muss mit sechs Punkten Abstand zum Relegationsplatz noch um den Klassenerhalt zittern. Gleiches gilt für Tabellennachbar Werder Bremen, wo Dortmund am letzten Spieltag gastiert. Dazwischen geht es für den BVB daheim gegen Eintracht Frankfurt. Die Hessen liefern sich mit dem SC Freiburg ein Duell um die Conference League. In Dortmund werden sie sich kaum nachsagen lassen wollen, dass sie durch fehlendes Engagement in Abstiegs- oder Europapokal-Kampf eingegriffen hätten.
Zumal es für den einen oder anderen Spieler ja auch noch um persönliche Ziele geht. Maximilian Beier, Karim Adeyemi oder Fabio Silva bangen um die WM-Teilnahme. Carney Chukwuemeka kann sich für viele Einsatz-Minuten bei Österreichs Teamchef Ralf Rangnick empfehlen. Felix Nmecha soll nach überstandener Verletzung noch Spielpraxis sammeln. Und die Talente?
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Samuele Inacio gab gegen Freiburg ein verheißungsvolles Startelf-Debüt. Mathis Albert wurde eingewechselt. Die beiden Teenager sollen die BVB-Mannschaft in der kommenden Saison schon stärker prägen. Der finale Saison-Dreierpack ist daher auch ein Schaulaufen für die Talente, zu denen auch die Verteidiger Filippo Mane und Luca Reggiani zählen – und Trainer Kovac muss zeigen, dass er es ernst meint mit der BVB-Verjüngungskur.





