Als die ersten Videos von Kaua Prates in den Sozialen Netzwerken auftauchten, war schon zu erahnen, warum sich Borussia Dortmund in diesen Brasilianer verguckt hat. Der 1,84 Meter große Linksverteidiger wirkt dynamisch, kann ein Spiel in die Breite ziehen, will nach vorne stürmen – und hat damit viel Potenzial für einen 17-Jährigen.

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Echte Tiefe – den BVB verstehen
 

Im kommenden Sommer will Prates, angestellt bei Cruzeiro, den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. Nach Informationen dieser Redaktion steht ein Transfer des Talents ins Ruhrgebiet unmittelbar bevor. Auch Sky und Bild berichten. Noch müssen die beiden Klubs sich bei der Ablöse einigen, was als Formsache gilt. Gut möglich, dass diese am Ende bei etwa 12 Millionen Euro im Gesamtpaket liegt. Prates‘ Vertrag bei Cruzeiro ist noch bis Ende Dezember 2027 gültig. Sein Marktwert wird auf sechs Millionen Euro geschätzt.

BVB sieht aus verschiedenen Gründen Bedarf

Beim BVB sieht man auf der Linksverteidiger-Position aus verschiedenen Gründen Bedarf. Daniel Svensson ist derzeit der Dauerbrenner, doch der Schwede benötigt dringend Entlastung. Der 23-Jährige ist zudem eher ein Spielertyp, den es von der Außenlinie ins Zentrum zieht. Ramy Bensebaini, 30, der zweite Linksverteidiger, ist inzwischen in der Innenverteidigung eingeplant. Almugera Kabar, 19, hat in Dortmund keine Profi-Perspektive mehr. Ein Abgang des Talents, zum Beispiel zum Hamburger SV, wird damit noch wahrscheinlicher.

Dauerbrenner beim BVB: Daniel Svensson.
Dauerbrenner beim BVB: Daniel Svensson.© AFP | KIRILL KUDRYAVTSEV

Die Verpflichtung von Kaua Prates ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Dortmunder künftig wieder in das Top-Talente-Segment investieren wollen, das in Mitteleuropa inzwischen stark umkämpft ist aufgrund der Finanzstärke der Premier League. Interessant ist daher: Zum ersten Mal seit 18 (!) Jahren schlägt der BVB wieder direkt auf dem brasilianischen Markt zu. Damals kam Malaga-Held Felipe Santana von Figueirense nach Dortmund.

Damit werden ab Sommer diverse Teenager den Profi-Kader auffüllen. Neben Prates sind das die drei Eigengewächse Mussa Kaba, Samuele Inacio und Mathis Albert sowie Südamerika-Talent Justin Lerma aus Ecuador.