Wenige Tage nach dem Aus von Trainer Xabi Alonso bei Real Madrid hat Superstar Jude Bellingham die Medien mit heftigen Worten attackiert. „Bis jetzt habe ich zu viel davon durchgehen lassen, immer in der Hoffnung, dass die Wahrheit zu ihrer Zeit ans Licht kommt. Aber ehrlich gesagt ... was für ein Haufen Scheiße“, schrieb der frühere Profi von Borussia Dortmund in seiner App „JB5“. „Ich habe wirklich Mitleid mit den Menschen, die sich an jedes Wort dieser Clowns und ihrer ‚Quellen‘ halten.“

Der Post bezieht sich auf Medienberichte. Dort hatte es geheißen, dass Bellingham zu den Spielern gehört habe, die nicht an Alonsos Taktiken und Ideen geglaubt hätten. Zudem wurde von einem angespannten Verhältnis zwischen dem Coach und einiger Stars berichtet. „Glaube nicht alles, was du liest. Irgendwann werden diese Leute für die Verbreitung solcher schädlichen Fehlinformationen für Klicks und Kontroversen zur Verantwortung gezogen werden“, führte der 22-jährige Bellingham aus.

Rasanter Aufstieg von Xabi Alonso

Am Montag, 12. Januar, hatte sich Real Madrid von der großen Trainerhoffnung Xabi Alonso getrennt. Noch im Sommer hatte Alonso Carlo Ancelotti beerbt, war als einer der begehrtesten Trainer der Welt zu Real Madrid gegangen. Bei Real hatte er einen Vertrag bis Ende Juni 2028, der vom 1. Juni 2025 an gültig war, unterschrieben. Dass er Leverkusen verlassen werde, hatte Alonso bereits in der Schlussphase der Saison 2024/25 mitgeteilt. Der Spanier hatte von 2009 bis 2014 für Real gespielt und holte die Champions League sowie die spanische Meisterschaft.

Nach der Niederlage gegen den FC Barcelona im Supercup-Finale gab Real Madrid die Trennung von Xabi Alonso bekannt.
Nach der Niederlage gegen den FC Barcelona im Supercup-Finale gab Real Madrid die Trennung von Xabi Alonso bekannt.© AFP | FADEL SENNA

Mit einem beeindruckenden Weg aus dem Tabellenkeller zur Meisterschaft binnen nicht einmal zwei Jahren hat sich Xabi Alonso bei Bayer Leverkusen einen Namen gemacht. Vom Trainer-No-Name zum ungeschlagenen Meister und DFB-Pokalsieger: Schon im Sommer 2024 konnte sich Alonso den Klub praktisch aussuchen.

Im Sommer 2025 hat er das dann getan und ist zu Real Madrid gegangen. In 28 Spielen hat Alonso dort 20 Siege gefeiert, drei Unentschieden geholt und fünf Niederlagen kassiert. Es gab jedoch immer wieder Gerüchte um Unstimmigkeiten in der Kabine, allein Vinicius Junior hat regelmäßig Schlagzeilen produziert. Gegen solche hat sich Jude Bellingham jetzt gewehrt.