Das frostige Tief „Elli“ hat Deutschland fest im Griff, klirrende Kälte und glatte Straßen bestimmen vielerorts den Alltag, Züge fallen aus oder verspäten sich deutlich. Doch für die Profis von Borussia Dortmund brachte die eisige Wetterfront keine größeren Reisestrapazen mit sich. Der BVB-Tross landete am Donnerstagnachmittag wie geplant in Frankfurt am Main, um am Freitagabend (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) gegen die Eintracht das Bundesliga-Jahr 2026 zu eröffnen.

BVB-Kader: Neben Mussa Kaba auch Filippo Mane dabei

Sportlich steht noch ein wichtiges Fragezeichen im Raum. Stammtorwart Gregor Kobel (krank und Rückenprobleme) ist fraglich, dafür gibt es eine andere Überraschung im Kader, die diese Redaktion bereits am Mittwochabend angedeutet hatte: Mit Mussa Kaba steht erstmals ein echtes U19-Talent im Lizenzspieler-Aufgebot, das sich im Trainingslager in Marbella „aufgrund guter Trainingsleistung“ (O-Ton Kovac) empfohlen habe. Auch Innenverteidiger Filippo Mane wird dabei sein.

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Echte Tiefe – den BVB verstehen
 

In Andalusien standen neben dem erst 17-jährigen Kaba auch Samuele Inacio (17) und Mathis Albert (16) als mitgereiste Top-Talente im Fokus. „Alle drei haben das richtig gut gemacht, aber das habe ich auch nicht anders erwartet, denn es ist ja schließlich eine Belohnung für die Leistungen, die sie in den U-Mannschaften und bei der U17-WM in Katar gezeigt haben“, sagt Kovac.

Mussa Kaba wird am Freitagabend in Frankfurt erstmals im Profi-Kader stehen.
Mussa Kaba wird am Freitagabend in Frankfurt erstmals im Profi-Kader stehen.© Bahho Kara /FFS | Bahho Kara /FFS

Für den 1,96 Meter großen Mittelfeldmann Kaba kommen beim Kader-Debüt am Freitagabend mehrere Faktoren zusammen. Pascal Groß hat den Klub Richtung Brighton verlassen, Jobe Bellingham fehlt nach seiner Roten Karte gesperrt. So öffnen sich plötzlich Türen, die in der Hinrunde noch verschlossen waren – und die Kritik befeuerten, der BVB entferne sich zunehmend von seiner eigenen Talente-Philosophie.

„Ich würde mir nichts mehr wünschen, als dass unsere eigenen Talente in der Rückserie auch Spielzeit bei den Profis bekommen“, sagt Sportdirektor Sebastian Kehl. „Dafür sind sie am Ende mit ihrer Leistung verantwortlich. Es wird hier nichts geschenkt, es gibt auch keine Versprechungen, aber am Ende gibt es Möglichkeiten.“ Kaba sammelte bereits bei der U23 in der Regionalliga erste Einsätze, jetzt könnte schneller als gedacht das frühzeitige Profi-Debüt winken.

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Während in Marbella noch milde Temperaturen herrschten, erwartet den BVB nun ein abrupter Klimawechsel – sportlich wie meteorologisch. Im Deutsche-Bank-Park wird es nicht nur laut, sondern auch eisig. Ein echter Härtetest in der Kältekammer Bundesliga. „Diese Richtung ist völlig egal. Es ist schwieriger von Kalt zu Warm als Warm zu Kalt“, berichtete Kovac über die Bedingungen. „Wir sind alle lang genug im Geschäft. Wir sind fit, wir sind gesund. Es geht darum, morgen um 20.30 Uhr die Maschinen sofort anzuschmeißen und die Bundesliga sofort wieder aufzunehmen. Wir haben aus den letzten Spielen zehn Punkte geholt und wollen weiter punkten, um uns oben festzusetzen.“