BVB-Berater Matthias Sammer hat sich in der monatlichen Sky-Talkshow „Sammer & Basile – Der Hagedorn Talk“ über die Kritiker von Dortmund-Trainer Niko Kovac beschwert. Er könne sich darüber nur „totlachen“. Sammer bemängelte: „Ein bekanntes Phänomen. Immer, wenn es schwierig ist, gerät der Trainer ins Blickfeld.“ Dabei stehe der BVB aktuell auf Platz drei der Bundesliga, sei noch im DFB-Pokal vertreten und habe auch in der Champions League eine aussichtsreiche Position.

BVB-Anspruchsdenken: Sammer überrascht mit Schalke-Aussage

Zuletzt stand Kovac wegen seiner Spielweise und seiner Auswechslungen in der Kritik. In den vergangenen fünf Spielen hat Dortmund lediglich fünf Tore erzielt. Erst in dieser Woche sorgte ein Medienbericht für Wirbel, dem zufolge es auch innerhalb der Mannschaft Kritik an Kovac geben soll. Demnach habe Nico Schlotterbeck spätestens nach den letzten Partien erkannt, dass Dortmund derzeit kein Titelteam sei. Außerdem soll er die Art und Weise kritisieren, wie unter Kovac Fußball gespielt wird. Der BVB zeigte sich davon irritiert.

Gegen den Hamburger SV gab es für den BVB lediglich ein Unentschieden.
Gegen den Hamburger SV gab es für den BVB lediglich ein Unentschieden.© Sebastian El-Saqqa / firo Sportphoto | Sebastian El-Saqqa

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Sammer ließ keinen Zweifel daran, dass Kovac der richtige Trainer für den BVB sei: „Wir haben am Wochenende eins auf den Hinterkopf bekommen, das ist ärgerlich. Aber danach muss man sich fragen: Wo stehen wir, was sind die Ursachen? Wie kommen wir da heraus? Das ist die Herausforderung. Er wird sich das angucken und analysieren. Er ist ein intelligenter Trainer.“ Ein Problem bei der ständigen Fokussierung auf den Trainer sei laut Sammer, dass die Spieler dadurch ein „Alibi“ für schwache Leistungen erhielten. „Die Spieler lachen sich tot, weil immer nur der Trainer schuld ist“, sagte Sammer. „Wir befinden uns mitten in einem Prozess. Wo hat Niko die Mannschaft hergeholt? Er hat sie stabilisiert. Haben wir gedacht, es geht einfach so weiter?“

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Zum Schluss sprach Sammer noch ein grundsätzliches Problem in Dortmund an: „Als ich Anfang der 90er-Jahre herkam, war es wichtiger, das Derby gegen Schalke zu gewinnen, als die Frage, wo wir am Ende stehen. Solange sich der Geist dieses Klubs darauf beschränkt, Schalke zu schlagen und nicht Titel zu gewinnen, werden wir uns unnötig klein machen.“