Live: Alle News im Olympia-Blog
Hallo und buongiorno! Hier versorgen wir Sie in den nächsten Wochen mit allen Neuigkeiten zu den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Der norwegische Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde wird auf einen Start bei den Olympischen Winterspielen in Italien verzichten. Das teilte der 33-Jährige wenige Tage vor der Eröffnung des Saisonhöhepunkts am kommenden Freitag mit. „Ich habe alles getan, was ich konnte, um für Olympia bereit zu sein, aber mein Kopf und mein Körper spielen nicht so mit, wie sie es müssten“, sagte Kilde. Er erklärte seine Saison vorzeitig für beendet. Der Skandinavier war im Januar 2024 bei der Abfahrt von Wegen heftig gestürzt und hatte sich am Unterschenkel und der Schulter schwer verletzt. Er verpasste die komplette vergangene Saison, gab in diesem Winter dann aber sein Comeback. Dieses verlief nicht wie erhofft, Kilde musste zuletzt unter anderem auf eine Rückkehr nach Wengen und die Streif in Kitzbühel verzichten. Er berichtete von Rückenproblemen, die ihn schwer beeinträchtigten.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Bundestrainer Jeff MacLeod traut den deutschen Eishockey-Frauen bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo eine historische Leistung zu. „Für jeden, der teilnimmt, ist es der Traum, eine Medaille zu gewinnen. Wenn wir als Team gut performen, ist das möglich“, sagte der Kanadier dem RND. Olympisches Edelmetall gab es für die Frauen-Nationalmannschaft noch nie, bestes Abschneiden war bislang ein fünfter Platz 2006 in Turin. MacLeod weiter: „Wir sind glücklich darüber, dass wir konstanter werden und eine gewisse Gewinnermentalität aufgebaut haben, zum Beispiel beim Deutschland Cup oder in der Olympia-Qualifikation.“
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Eiskunstlauf-Legende Marika Kilius nahm 1956 an der Seite von Hans-Jürgen Bäumler an den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo teil. Wir sprachen mit ihr über ihre Laufbahn, das deutsche Eiskunstlaufen und die am Freitag beginnenden Spiele.
Hier geht es zum Interview. Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Die deutschen Fahnenträger stehen fest:
Leon Draisaitl und
Katharina Schmid führen das deutsche Team bei der Eröffnungsfeier an.
Mehr Infos gibt es hier. Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Skistar Lindsey Vonn muss vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Italien länger als erhofft auf einen Härtetest für ihr lädiertes Knie warten. Das für Donnerstagvormittag geplante Training wurde „aufgrund des anhaltenden Schneefalls und der Wettervorhersage“ abgesagt. Das teilten die Organisatoren mit. In Cortina sollten vor dem ersten Frauen-Rennen am Sonntag insgesamt drei Abfahrtstrainings stattfinden. Vonn hatte bei einem Sturz bei der Weltcup-Abfahrt am vergangenen Freitag in Crans-Montana einen Kreuzbandriss im rechten Knie und Knochenprellungen erlitten. Auch ihr Meniskus ist lädiert. Die 41-Jährige will ihren Olympia-Traum aber nicht aufgeben.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Erst „völlig losgelöst“, dann tief enttäuscht: Die deutschen Eishockey-Frauen haben ihr lang erwartetes Olympia-Comeback nach einer durchwachsenen Leistung verpatzt. Zum Auftakt des Turniers in Mailand verlor die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod am Donnerstag gegen Schweden mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) und geriet im Kampf um den erhofften Einzug ins Viertelfinale früh ins Hintertreffen. Es war der erste Olympia-Auftritt der deutschen Eishockey-Frauen seit Sotschi 2014.
Verteidigerin Nina Jobst-Smith (9.), eine von drei deutschen Spielerinnen aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL, nutzte die erste deutsche Überzahl zur Führung. Lina Ljungblom (12., 28.), Mira Jungaker (40.) und Thea Johansson (52.) drehten das Spiel für Schweden. In Mailand kämpft das DEB-Team in der schwächer eingestuften Gruppe B mit Schweden, Japan, Frankreich und Gastgeber Italien um drei Viertelfinal-Tickets. Im zweiten Vorrundenduell trifft Deutschland am Samstag (12.10 Uhr/ARD und Eurosport) auf Japan.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Die deutsche Olympia-Fahnenträgerin Katharina Schmid hat im ersten offiziellen Training zur Skisprung-Entscheidung auf der Normalschanze noch nicht geglänzt, auch die weiteren DSV-Athletin zeigten in Predazzo noch Luft nach oben. Während Schmid 24 Stunden vor ihrem großen Auftritt bei den Eröffnungs-Feierlichkeiten am Freitag die Plätze 15, 18 und 19 belegte, lag auch Medaillenkandidatin Selina Freitag ein gutes Stück hinter den Besten zurück.
Die Vizeweltmeisterin kam am Donnerstagabend auf die Plätzen zehn, zwölf und acht. Beste DSV-Springerin war Agnes Reisch mit Rang vier, zehn und fünf. Juliane Seyfarth kam nicht über die Plätze 38, 33 und 26 hinaus.
„Ich habe jetzt erstmal nur das nächste Training morgen im Kopf, alles andere wird dann kommen. Beim Fahnenschwenken kann ich ja nicht viel falsch machen“, sagte Schmid mit Blick auf ihre Aufgabe am Freitag: „Gestern war es aber schon ein bisschen mehr Trubel als sonst, und ich habe auch kacke geschlafen.“
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Rührende Geste an sein verstorbenes Idol: Der französische Biathlon-Star Emilien Jacquelin wird bei den Olympischen Winterspielen in Antholz einen Ohrring der italienischen Radlegende Marco Pantani tragen. „Seine Familie hat ihn mir geliehen, damit ich hier in Italien damit laufen kann“, schrieb Jacquelin in einem Post bei Instagram, auf dem der mehrfache Biathlon-Weltmeister auch mit dem Ohrring zu sehen ist.
„Marco ist derjenige, der mich dazu gebracht hat, Sport zu treiben“, sagte der Franzose. „Sein Elan. Sein Charakter. Seine einsamen Ausreißversuche. Der Galibier. Der Doppelsieg Giro und Tour 1998.“ Er habe einst von seinem Vater eine Videokassette über die Tour de France 1998 bekommen, berichtete der zweifache Silbermedaillengewinner von Olympia in Peking 2022. „Seitdem habe ich nie aufgehört, diesen Piraten zu bewundern.“ Durch diese Leistung wurde Pantani, der wegen seines aggressiven Fahrstils und Erscheinungsbildes mit Piratentuch auf dem Kopf auch „Pirat“ genannt wurde, zur Ikone des Radsports. 1999 wurde Pantani wegen eines auffälligen Dopingbefunds vom Giro d'Italia ausgeschlossen. Er beteuerte stets seine Unschuld, Untersuchungen sprachen aber eindeutig für Dopingmissbrauch.
Das Leben des Radprofis endete tragisch am 14. Februar 2004, als der Italiener mit nur 34 Jahren tot in einem Hotelzimmer in Rimini gefunden wurde. Laut der Autopsie starb Pantani an einer Überdosis Kokain.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Die Curling-Wettbewerbe erlebten am Freitag einen kleinen Höhepunkt - und das nicht aus sportlicher Sicht. Denn während die Mixed-Doubles am Freitagvormittag in vollem Gange waren, tauchte auf einmal Snoop Dogg im Cortina Curling Olympic Stadium auf, um das amerikanischen Mixed-Doppelpaar Cory Thiesse und Korey Dropkin bei seiner vierten Partie zu unterstützten. Die Rap-Legende und "Ehrencoach" des Team USA nahm beim 7:5-Sieg des US-Duos gegen Kanada neben Dropkins Mutter auf der Tribüne Platz und ließ sich von ihr "alles über Curling" erzählen. Snoop zog dabei nicht nur aufgrund seines Outfits - der 54-Jährige trug eine Jacke mit den Gesichtern des amerikanischen Mixed-Doppelpaares als Motiv sowie eine große Goldkette in Form einer Schneeflocke - alle Blicke auf sich. Nachdem die Morgensession beendet war, betrat Snoop das Eis und versuchte sich, sehr zur Freude des Publikums, selbst im Curling. Unter Anleitung von Daniel Casper und Tabitha Peterson, zweier weitere Curler aus dem US-Team, setzte der Rapper einige Steine und griff außerdem selbst zum Besen, um durch Wischen den Lauf des Steins zu verändern. „Es ist wirklich toll, wenn so eine Persönlichkeit wie er kommt, um Curling zu unterstützen“, freute sich Großbritanniens Bruce Mouat, der von Snoop später in der Mixed-Zone nach einem Selfie gefragt wurde. „Das wird etwas Aufmerksamkeit erregen, also wird sich hoffentlich die Nachricht verbreiten, dass Curling früh begonnen hat und die Leute zuschauen können.“
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Die deutsche Freestyle-Skierin Muriel Mohr wird bei den Winterspielen mindestens den, am Montag stattfindenden, Slopestyle-Wettbewerb verpassen. Wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Freitag mitteilte, zog sich die 19-Jährige beim Landeversuch eines Sprungs im Training unmittelbar vor Olympia-Start eine Knieverletzung zu. Bei der anschließenden MRT-Untersuchung wurde ein kleiner eingeklemmter Meniskuslappen im linken Knie diagnostiziert. Bereits am Freitagvormittag unterzog sich Mohr in ihrer Heimat München einem kleinen arthroskopischen Eingriff, bei dem das eingeklemmte Meniskusstück erfolgreich entfernt wurde. Da das Knie laut Angaben der behandelnden Ärzte keine weiteren Verletzungen aufweise, könnte es bereits in einigen Tagen wieder voll belastbar sein. Mohr gibt die Hoffnung auf ihren Olympia-Start daher noch nicht auf. "Sollte die Heilung positiv verlaufen, werde ich alles versuchen, um in meiner Paradedisziplin starten zu können", sagte die 19-jährige Bayerin mit Blick auf das Finale im Big Air am 16. Februar. Die Qualifikation wird zwei Tage zuvor ausgetragen. Mohr gilt als größte deutsche Hoffnung im Ski Freestyle. Nach einem Kreuzbandriss vor knapp einem Jahr hatte sie monatelang pausieren müssen, schaffte nach ihrem Comeback aber dennoch die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Biathlon: Preuß startet in der Mixed-Staffel Mit Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß startet das deutsche Biathlon-Team in die olympische Medaillenjagd. Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Schlussläuferin Preuß bilden am Sonntag (14.05 Uhr/ZDF und Eurosport) das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) in der Mixed-Staffel. Es ist die erste von elf Biathlon-Entscheidungen während der Winterspiele in Antholz. Erwartet wird auch der Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Wettkampf.
„Die Mixed-Staffel ist wahrscheinlich das brutalste Rennen, weil so viele Nationen mindestens zwei gute Männer und Frauen haben. Du kannst einen fantastischen Wettkampf machen, wirst aber trotzdem nur Fünfter“, sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling im Vorfeld dem SID. Die Hoffnungen auf einen positiven Start sind dennoch groß: „Wenn es von Beginn an bei einem läuft, dann sind viele Dinge leichter.“
Das heiße aber nicht, „dass Olympia nur erfolgreich wird, wenn wir in der Mixed-Staffel etwas holen“, sagte Bitterling: „Aber was bei einem frühen Erfolg dann in einem Team passiert, ist ein Effekt, der nicht bezahlbar ist. Es wäre eine coole Geschichte.“
Bei den Winterspielen in Peking hatte das deutsche Team mit Voigt, den mittlerweile zurückgetretenen Denise Herrmann-Wick und Benedikt Doll sowie Nawrath im Mixed den fünften Platz belegt.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Erstes Gold bei Italien-Spielen: Von Allmen gewinnt Abfahrt Die erste Medaillenentscheidung bei den Winterspielen fällt auf der Abfahrtspiste von Bormio. Zwei Lokalmatadoren freuen sich über eine Medaille - doch den Sieg holt ein Schweizer.
Bormio (dpa) - Der Schweizer Skirennfahrer Franjo von Allmen hat die Olympia-Abfahrt gewonnen und damit das erste Gold der Winterspiele in Italien geholt. Der 24 Jahre alte Weltmeister setzte sich auf der schweren Stelvio-Piste in Bormio mit 0,2 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Giovanni Franzoni durch.
Bronze holte Dominik Paris, der Südtiroler bejubelte im Alter von 36 Jahren damit die erste Olympia-Medaille seiner Karriere. Als einziger deutscher Starter hatte Simon Jocher mit der Entscheidung nichts zu tun und kam mit 2,40 Sekunden Rückstand auf den Sieger nicht unter die besten 20.
Von Allmen hatte im vergangenen Jahr den WM-Titel in Saalbach gewonnen und krönte sich nun bei seinem ersten Olympiastart zum zweiten Schweizer Abfahrtssieger in Serie. Vor vier Jahren in Peking hatte Beat Feuz Gold geholt.
Im deutschen Team hatten die Teilnahmequoten für Ärger gesorgt. Insgesamt stehen den deutschen Alpinen nur fünf Männer-Startplätze bei den Winterspielen zu - weil die Platzierungen in diesem Winter zu schlecht waren, aber auch wegen vieler Startplätze für kleine Nationen. Kritiker meinen, das widerspreche dem Leistungsprinzip. Luis Vogt, der in Kitzbühel Achter geworden war, durfte nicht zu Olympia. Und am Ende waren bei der Abfahrt von Bormio nur 36 Rennfahrer am Start.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Im olympischen Skiathlon belegt Pia Fink als beste DSV-Athletin Platz zwölf. Die deutschen Skilangläuferinnen um Peking-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler haben im ersten Rennen der Winterspiele von Mailand und Cortina die erhoffte Top-10-Platzierung verpasst. Beim Triumph der Schwedin Frida Karlsson im Skiathlon kam Pia Fink am Samstagmittag in Lago di Tesero als beste DSV-Starterin auf Platz zwölf, Hennig Dotzler wurde 30. mit über fünf Minuten Rückstand.
50-km-Weltmeisterin Karlsson setzte sich nach jeweils zehn Kilometern im klassischen und freien Stil mit 51,0 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Ebba Andersson durch, die bei der WM 2025 in Trondheim den Skiathlon gewonnen hatte. Bronze ging an die Norwegerin Heidi Weng (+1:26,7 Minuten). Weltcup-Gesamtsiegerin Jessie Diggins (USA), die 2022 in Peking Skiathlon-Silber geholt hatte, fiel nach einem Sturz in der ersten Runde früh zurück und wurde nur Achte (+2:21,1).
In einem von Beginn an sehr schnellen Rennen auf dem schweren Kurs im Fleimstal kassierten die deutschen Läuferinnen unerwartet große Rückstände. Die 30 Jahre alte Fink, die dank einer starken zweiten Rennhälfte für das beste DSV-Ergebnis in einem Olympia-Skiathlon seit Evi Sachenbacher-Stehle 2010 in Vancouver (Platz elf) sorgte, kam 3:04,9 Minuten nach Karlsson ins Ziel. Helen Hoffmann als 18. (+3:59,4) lag noch vor Hennig Dotzler (+5:00,4), Katherine Sauerbrey wurde 33. (+5:41,7).
Für die Schwedinnen, die schon bei der WM in Trondheim alle sechs Titel geholt hatten, war es der erste Olympiasieg im Skiathlon. Peking-Olympiasiegerin Therese Johaug (Norwegen) ist mittlerweile zurückgetreten, wenige Wochen nach der Geburt ihres zweiten Kindes war sie als TV-Expertin in Tesero dabei.
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Den deutschen Skispringerinnen blieb beim großen Medaillen-Showdown nur die Zuschauerrolle, die geschlagene Topfavoritin Nika Prevc weinte bitterlich in den Armen ihres Trainers: Die erste Schanzen-Entscheidung bei den Olympischen Winterspielen in Italien bot Drama und Spektakel, aber nicht das erhoffte erste Edelmetall für das deutsche Team.
Selina Freitag belegte als Beste aus dem Team von Bundestrainer Heinz Kuttin in Predazzo den siebten Platz. „Ich habe es im Vorfeld gesagt, wir kommen hierher, um um Medaillen zu kämpfen“, sagte der unzufriedene Kuttin in der ARD. Er wisse jedoch, „dass du nach so einem Tag nicht draufhauen kannst, dass du wirklich Ruhe bewahren und sachlich bleiben musst und einfach weiterarbeiten musst.“
Facebook Auf Facebook teilen
Schließen
Teilen
Olympische Winterspiele 2026: Das Wichtigste im Überblick
Bei den 25. Winterspielen mit den Hauptorten Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) werden die Reformen durch das Internationale Olympische Komitee sichtbar: Weitgehend werden bestehende Anlagen genutzt, entsprechend verzweigt sind die Austragungsorte. Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Shorttrack finden in der norditalienischen Metropole Mailand statt, der Rest in teils fünf Autostunden entfernten Bergdörfern: Cortina d’Ampezzo (Ski alpin Frauen, Rodeln, Bob, Skeleton und Curling), Bormio (Ski alpin Männer, Skibergsteigen), Livigno (Freestyle-Skiing, Snowboard), Val di Fiemme (Ski nordisch) und Antholz (Biathlon). An 13 Wettkampfstätten geht es in 116 Entscheidungen um Medaillen.
Cortina d’Ampezzo ist ein renommiertes Winter- und Bergsportzentrum. © dpa | Bruno
Wie viele Sportler sind am Start?
Rund 2900 Athletinnen und Athleten sind dabei, davon 185 aus Deutschland (plus vier Ersatzathleten) – so viele wie nie zuvor bei Winterspielen. Sportler aus Russland und Belarus dürfen wegen des Ukraine-Kriegs weiter nur nach vorheriger Gesinnungsprüfung als neutrale Einzelathleten teilnehmen.
Gab es im Vorfeld Probleme?
Natürlich rollten auch diesmal die Bagger, und zwar nicht nur für Renovierungen. In Cortina etwa wurde gegen den Willen des IOC ein neuer Eiskanal errichtet, auch der schleppende Baufortschritt bei der neuen Eishockey-Halle Santagiulia in Mailand sowie die (zu) klein geratene Eisfläche sorgten für Schlagzeilen.
Deutsche Olympia-Hoffnungen ruhen auf der Eisrinne Was ist neu im Programm?
Einzige neue Sportart ist Skibergsteigen. Dazu wurden Wettbewerbe in etablierten Sportarten aufgenommen, u.a. Skeleton Mixed-Team, Rennrodel-Doppelsitzer der Frauen, Einzel-Skispringen der Frauen auf der Großschanze. Weiterhin nicht eingeladen sind die Nordischen Kombiniererinnen – obwohl das IOC Geschlechterparität propagiert und 47 Prozent der Olympia-Starter Frauen sind. Aber die gesamte Sportart steht auf dem Prüfstand: 2030 in den französischen Alpen werden entweder beide Geschlechter vertreten sein oder die NoKo aus dem olympischen Programm ausscheiden.
Wie sind die deutschen Medaillenaussichten?
Anders als bei Sommerspielen ist Deutschland im Winter insgesamt weiter eine der stärksten Nationen – das liegt vor allem an der Überlegenheit in der Eisrinne. 2022 in Peking gab es für Team D zwölf Goldmedaillen, neun davon in Bob, Rodeln oder Skeleton. Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) setzt auch diesmal darauf, dass die Eisbahn „eine goldene“ wird.
Rodlerin Julia Taubitz geht als Gold-Kandidatin ins Medaillenrennen. © Robert Michael/dpa | Robert Michael
Wer sind die Stars der Spiele?
Erstmals seit Sotschi 2014 sind wieder die Eishockey-Cracks der NHL dabei, angeführt vom Kanadier Connor McDavid und Deutschlands Topstar Leon Draisaitl. Besonderen Glamour versprechen die Auftritte der US-Stars Lindsey Vonn und Mikaela Shiffrin (Ski alpin) sowie des „Vierfach-Gottes“ Ilia Malinin im Eiskunstlauf.
Olympische Winterspiele 2026: Alle Infos zur Übertragung Wie läuft die Eröffnungsfeier?
Mit einer vergleichbaren Show wie in Paris 2024, als die Sportler über die Seine schipperten, können die Organisatoren der Winterspiele nicht aufwarten. Innovativ wird es trotzdem zugehen – nicht zuletzt, weil die Aktiven über 22.000 Quadratkilometer in Norditalien verteilt sind. So wird die Haupt-Eröffnungsfeier im Mailänder San-Siro-Stadion stattfinden, zusätzlich gibt es Veranstaltungen in Cortina d‘Ampezzo, Livigno und Predazzo. Das bedeutet: Der Fahnenträger und die Fahnenträgerin der Teilnehmernationen können sich durchaus an unterschiedlichen Orten befinden – ein Novum. Besonders ist auch, dass die Schlussfeier ausgelagert ist, sie findet in der antiken Arena von Verona statt.
Wie kann man die Olympischen Spiele verfolgen?
Rund 1,2 Millionen Tickets standen zum Verkauf. Italiens Tourismusministerium rechnet aber mit gut zwei Millionen Besuchern im Zuge der Spiele. Wer in Deutschland die Wettbewerbe sehen will, wird wie bei den vergangenen Auflagen von ARD, ZDF und Eurosport/HBO Max in TV und Stream vom Vormittag bis zum späten Abend umfassend versorgt. Die öffentlich-rechtlichen Sender kündigten jeweils mehr als 100 Live-Stunden im TV und 700 in Streams an. Die ersten Wettbewerbe beginnen bereits am 4. Februar, zwei Tage vor der Eröffnungsfeier. (mit sid)