Im Zuge der digitalen Transformation führen Unternehmen neue Technologien ein, verändern Geschäftsmodelle und Prozesse. Der Wandel zur Industrie 4.0 ist in vollem Gange. Über 90 Prozent der Betriebe sehen ihn laut BMWK-Umfrage als Voraussetzung dafür, dass die deutsche Industrie wettbewerbsfähig bleiben kann.
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Eine Vielzahl neuer Möglichkeiten
Industrie 4.0 bringt über alle Branchen hinweg Veränderungen mit sich. Welche Bereiche und Maßnahmen dabei im Einzelnen sinnvoll sein können, ist ganz unterschiedlich. Ein paar Beispiele:
- Produktionsabläufe digital vernetzen: Mit neuen Technologien ist es möglich, die Produktion komplett zu digitalisieren und die Abläufe optimal aufeinander abzustimmen.
- Vernetzte Produkte: Smarte Produkte stehen selbst in Kommunikation mit den digitalen Abläufen oder dem Produzenten. Sie können Daten senden, um effizienter herzustellen, zu verbessern oder frühzeitig zu warten.
- Vernetzte Maschinen: Selbstlernende und miteinander vernetzte Maschinen können die eigene Reparatur oder das Nachfüllen von Materialien veranlassen – die zunehmende Automatisierung sorgt für einen reibungsloseren Ablauf.
- Datengenerierung: Die vernetzten Produkte können über den gesamten Herstellungsprozess bis hin zum Kunden oder der Kundin Daten sammeln. Diese können wiederum so analysiert werden, dass sie Optimierungen und neuen Technologien den Weg bereiten.
Mögliche Folgen der industriellen Veränderungen
Keine Frage: Die Arbeitswelt verändert sich durch die Industrie 4.0 entscheidend. Dieser Prozess ist bereits voll im Gange. Menschen werden immer enger mit Maschinen zusammenarbeiten. Arbeitsplätze, die automatisiert werden können, fallen vermehrt weg. Stattdessen werden neue Facharbeitsplätze entstehen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen für neue Technologien geschult werden. Innovationen sind gefragt.
Laut Angaben des BMWK gehen drei Viertel der Industrieunternehmen davon aus, dass Industrie 4.0 den CO2-Ausstoß verringern wird. Durch die neuen Technologien wird es vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern je nach Arbeitsstelle beispielsweise möglich sein, im Homeoffice zu arbeiten. Ressourcen werden aber auch dadurch geschont, dass Abläufe effizienter werden. Ganze 95 Prozent der Industrieunternehmen sehen laut BMWK Industrie 4.0 als Chance.
Herausforderung für Mittelständler
Das größte Hindernis für Industrie-4.0-Projekte sind laut Bitkom-Umfrage die Investitionskosten. 81 Prozent der Befragten gaben dies als Grund für ihre Zurückhaltung bei der Einführung von Industrie-4.0-Technologien an.
„Zu kurz gedacht“, sagt Winfried Holz, Mitglied des Bitkom-Präsidiums: „Wer seine Produktion fit machen will für die Zukunft, muss in aller Regel erst einmal investieren. Diese Investitionen sind aber genauso essenziell wie die Pflege und Wartung von Maschinen.“ Seine Schlussfolgerung: „Ohne diese Investitionen wird es künftig keine moderne, effiziente Produktion mehr geben.“
Förderungen: Bund und Kreditinstitute helfen mit
Zudem müssen mittelständische Unternehmen die Kosten nicht allein stemmen. Neben Programmen des Bundes und der Länder gibt es zahlreiche andere Förderungen, die Sparkassen und Banken ihren Kundinnen und Kunden vermitteln. Sie werden rege genutzt.
Ohne die Unterstützung von Expertinnen und Experten ist es aber für den einzelnen Unternehmer oder die einzelne Unternehmerin nahezu unmöglich, sich im Dschungel der vielfältigen Fördermöglichkeiten zurechtzufinden.
Die Förderung eines Industrie-4.0-Projekts hängt beispielsweise davon ab, in welcher Phase es sich befindet. Für ein Projekt, das sich in der Forschungs- und Entwicklungsphase befindet, stehen andere Förderprogramme zur Verfügung als für ein Projekt in der Umsetzung. Davon sollten sich Betriebe jedoch nicht abschrecken lassen. Denn die Sparkassen und Landesbanken helfen Unternehmerinnen und Unternehmern dabei, ihre Firmen fit für die Zukunft zu machen. Gerne beraten sie auch über alle möglichen Fördermittel. Infos dazu gibt es hier.
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