Der Himmel? Grau. Das Wetter? Frostig. Die angespannte Nachrichtenlage – Stichwort Trump, Grönland, Konjunkturflaute? Besorgniserregend. All das drückt jetzt in den kalten Monaten auf die Stimmung. Bei einigen Menschen sogar so sehr, dass nicht nur vom Winterblues, sondern von einer vollwertigen Depression die Rede ist: der sogenannten Winterdepression.

Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden in der dunklen Jahreszeit darunter. Interessenverlust, gedrückte Stimmung und sozialer Rückzug sind nur einige der typischen Symptome. Was dagegen hilft? Nachweislich Tageslicht als Serotonin-Booster, Medikamente, Bewegung, Psychotherapie. Und allen voran der Verzicht auf gut gemeinte Ratschläge wie „Sei doch nicht so schlecht drauf“, „Ist eben Februar“ oder „Da muss man jetzt halt durch“.

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Winterdepression in Deutschland: Mehr Nähe statt Durchhalteparolen

Wir sollten Winterdepressionen nicht kleinreden, sondern ernst nehmen. Vor allem soziale Isolation verstärkt die Symptome dieses Krankheitsbildes. Deshalb brauchen wir Herzenswärme statt Rückzug. Bieten Sie Freunden, Familie oder Kollegen Unterstützung an. Es mag trivial klingen, aber: Verabreden Sie sich zu einem Spaziergang bei Tageslicht, treffen Sie sich draußen bei einer heißen Tasse Kakao. Gemeinsame Aktivitäten verhindern, dass Menschen, die mit Winterdepressionen kämpfen, sich zu Hause einigeln. Und sie das trostlose Grau noch grauer wahrnehmen als ohnehin schon.

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Wir müssen aufeinander aufpassen und als Gesellschaft zusammenhalten. Erst recht, wenn es Menschen schlecht geht. Dabei sind es nicht die Durchhalteparolen, auf die es jetzt im Winter ankommt. Was es wirklich braucht, sind mehr Nähe und Präsenz – bis endlich der Frühling kommt.