Ein Herzinfarkt ist ist ein Schock. Dabei kommt er nicht einfach aus dem Nichts, sondern kündigt sich oft über Jahre oder gar Jahrzehnte mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohem Cholesterin, Übergewicht oder Diabetes an. Doch statt vorzubeugen und Vorsorge als Chance zu sehen, handeln viele noch immer erst dann, wenn es fast schon zu spät ist.

Teils durch Unwissenheit, aber vielfach durch Bequemlichkeit belasten vermeidbare Herzkrankheiten weiter unsere Gesundheit und unser Gesundheitssystem, wie der aktuelle Deutsche Herzbericht zeigt. Denn der Schlüssel, Herzinfarkten wirksam vorzubeugen, liegt neben einem Anteil an Veranlagung vor allem in unserer Eigenverantwortung. Und dennoch zögern viele, sich grundlegenden Fragen zu stellen. Aus Angst, schwarz auf weiß zu sehen, dass man gesünder leben sollte?

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Jede und jeder sollte sich schon in jungen Jahren Klarheit über die eigenen Werte verschaffen. Sprich: ab Mitte 20, spätestens Mitte 30 den Cholesterin- und Blutzuckerwert prüfen und regelmäßig den eigenen Blutdruck kontrollieren. Zudem kann insbesondere bei Frauen ein Bluttest zur Bestimmung der Blutfette und des Lipoproteins hilfreich sein, um das Risiko für eine mögliche Herzkrankheit über die nächsten 30 Jahre zu bestimmen. 

Anne-Kathrin Neuberg-Vural
Anne-Kathrin Neuberg-Vural, Redakteurin Ratgeber & Wissen im Ressort Leben der Funke Zentralredaktion. © FUNKE Foto Services | Reto Klar

Diese Werte zu kennen, ist aber nur ein Anfang. Am Ende braucht es kleine Maßnahmen im Alltag, um große Wirkung zu erzielen: 30 Minuten Bewegung täglich, gesunde Ernährung, aufs Gewicht achten und auf Rauchen verzichten. Kurz um: Schluss mit schlechten Gewohnheiten. Das senkt das eigene Herzinfarktrisiko deutlich. Es mag schwerfallen, Bequemlichkeit gegen aktive Vorsorge einzutauschen. Aber Gesundheit ist oft kein Zufall, sondern das Ergebnis eigener Entscheidungen.