Auf dem Mars hat der Nasa-Rover „Perseverance“ Gestein entdeckt, das möglicherweise Spuren früheren mikrobiellen Lebens enthält. „Dies könnte das deutlichste Zeichen von Leben sein, das wir auf dem Mars je gefunden haben“, sagte US-Verkehrsminister Sean Duffy, den Präsident Donald Trump kürzlich auch als Interimschef der Nasa eingesetzt hat. Die Entdeckung sei „bahnbrechend“ für das Verständnis des Roten Planeten.
Ob die Proben jedoch wirklich auf Leben hinweisen, sei noch nicht sicher, betonte die stellvertretende Nasa-Chefin Nicky Fox dem „Guardian“ zufolge: „Es handelt sich um eine Art Hinterlassenschaft, nicht um Leben selbst.“ Demnach könnte es vor Milliarden Jahren dort entstanden sein, als eine Art fossiles Signal. Für eine endgültige Bestätigung wären jedoch weitere Untersuchungen auf der Erde nötig.
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Leben auf dem Mars? Gesteinproben geben Hinweise
Die Gesteinsprobe stammt aus einem ausgetrockneten Flussbett in der Gegend des Jezero-Kraters. Dort stieß der Rover auf die sogenannte „Bright Angel“-Formation: hell durchzogene Felsen mit auffälligen dunklen Flecken, die an das Muster eines Leoparden erinnerten. Auf der Erde entstehen ähnliche Muster oft durch mikrobielle Prozesse.
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Der Rover untersuchte das Gestein mit allen verfügbaren Instrumenten an Bord. Wie die im Fachjournal „Nature“ veröffentlichten Analysen zeigen, enthält das Gestein Ton und Schlick sowie Kohlenstoff, Schwefel, Phosphor und Eisen. Besonders bemerkenswert sind die Mineralien Vivianit und Greigit. Auf der Erde entstehen sie oft, wenn Mikroorganismen Stoffwechselprodukte ausscheiden. Allerdings können sie auch ohne Beteiligung von Leben durch rein chemische Reaktionen entstehen.
Potential biosignature on Mars: confirmed. ✔️
— NASA Solar System (@NASASolarSystem) 10. September 2025
After a year of scientific review, we are more sure than ever that our Mars Perseverance's 'Sapphire Canyon' sample could contain signs of ancient microbial life. Learn more about the discovery: https://t.co/RMO2UFfnjv pic.twitter.com/IJn8r6udv3
Außerirdisches Leben: Proben sind 55 Millionen Kilometer entfernt
„Wir sollten konservativ bleiben und an der Bezeichnung potenzielle Biosignatur festhalten, bis zukünftige Analysen auf der Erde durchgeführt werden können“, sagte Studienleiter Joel Hurowitz von der Stony Brook University. Eine Biosignatur ist eine Spur in Gestein oder Chemie, die auf Leben hindeuten könnte – aber eben nicht muss.

Doch liegt hier das Problem: Die Proben lagern weiter auf dem Mars, mindestens 55 Millionen Kilometer entfernt. Die Instrumente des Rovers liefern zwar erste Daten, sind aber im Vergleich zu irdischen Laboren stark eingeschränkt. Eine Rückholung würde jedoch nach Schätzungen mehr als elf Milliarden Dollar kosten. Ob es dazu kommt, ist ungewiss – auch wegen massiver Budgetkürzungen durch die US-Regierung. „Wir werden uns das entsprechende Timing anschauen und fragen, wie wir Geld besser ausgeben und welche Technologie wir haben, um die Proben schneller zurückzubekommen“, erklärte Duffy.






