Ein unerwartetes Schauspiel hat sich im Sommer 2024 vor der Küste von Costa Rica abgespielt: Sportangler zogen einen Hai an Bord, doch dieser war alles andere als gewöhnlich. Zwei Meter lang und in leuchtendem Orange anstelle des typischen Grau. Schnell kursierten Bilder und Videos des ungewöhnlichen Tieres im Internet, geteilt von den verblüfften Anglern, die auf Hinweise und Erklärungen hofften.
Warum der Hai diese auffällige Farbe hatte, wurde zur heiß diskutierten Frage – und nährte Theorien und Spekulationen. Jetzt, ein Jahr später, liefern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Erklärung.
Rätsel gelöst: Das steckt hinter der außergewöhnlichen Farbe
Nach Angaben der Sportangler haben sie den Hai in der Nähe des Nationalparks Tortuguero in einer Tiefe von 37 Metern gefangen. Monatelang zog das auffällig gefärbte Tier die Aufmerksamkeit von Laien und Experten auf sich und wurde zum Gesprächsthema.
Am 20. August lüfteten die Wissenschaftler schließlich das Rätsel um seine leuchtend orange Farbe: Der Ammenhai ist der weltweit erste dokumentierte Fall von Albino-Xanthochromie bei einem Knorpeltier. Die intensive gelb-orange Pigmentierung in Kombination mit den weißen Augen lieferte den Forschern eindeutige Hinweise auf diese extrem seltene Erkrankung, schreiben die Forscher in einer offiziellen Mitteilung, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Marine Biodiversity“.
Orcas, Haie und Tiere im Meer
Weitere Forschung notwendig
Der Befund zeigt, dass Xanthismus das Überleben dieser Art nicht behindert, heißt es in der Mitteilung. „Verglichen mit früheren Berichten über abnorme Pigmentierung bei G. cirratum , wie Albinismus, Piebaldismus und Hypomelanose, ist dies der erste wissenschaftlich dokumentierte Fall von totalem Xanthismus bei dieser Art und der erste Nachweis aus der Karibischen See“, so die Forscher.
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Die genauen Ursachen dieser seltenen Pigmentanomalie sind noch nicht vollständig erforscht. Ob genetische Faktoren, Umweltbedingungen oder eine Kombination beider Aspekte dafür verantwortlich sind, sollen zukünftige Studien aufklären.






