Die Entscheidung von Donald Trump, die Sanktionen gegen russische Brennstoffe aufzuheben, während Wladimir Putin weiter brutale Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine verübt, ist der bisher niederträchtigste Verrat an einer gemeinsamen Politik des Westens gegen den Massenmörder im Kreml.
Berlin, Paris, London und Warschau müssen deshalb mit etwas rechnen, das noch vor wenigen Jahren undenkbar erschien: dass Europa die Ukraine nicht nur finanziell und militärisch weitgehend allein unterstützen muss, sondern dabei gegen den ausdrücklichen Willen der USA handelt.
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Denn Trump hat die Ukraine am Wochenende de facto aufgegeben; obwohl „David“ das russische Militär mit Drohnen intelligent in eine Pattsituation zwang und den Kampf tief ins Herz „Goliaths“ trug.
Der US-Präsident hatte beim zweiten Amtsantritt versprochen, den Krieg binnen Tagen zu beenden. Jetzt fesselt er den Angegriffenen und eröffnet dem Angreifer einträgliche Geschäfte, um die Kriegsmaschinerie unter Feuer zu halten. Unterlassene Hilfeleistung pur.

Dreieinhalb Wochen vor den Midterms entsteht durch diese Täter-Opfer-Umkehr eine verhängnisvolle Verbindung aus trumpscher Wahlpanik, russischem Geschäftsinteresse und ukrainischer Verwundbarkeit.
News aus den USA
Trump will einen Ausweg aus der Energiekrise an den Tankstellen und einen Sündenbock für eine wahrscheinliche Wahlniederlage. Putin will Geld, Zeit und die politische Kapitulation Kiews. Den Preis wird die Ukraine bezahlen. Wenn Europa ihr nicht konsequent dabei hilft, die Angriffe auf russische Ölraffinerien noch weiter zu verstärken. Bis Putin zur Besinnung kommt.







