Der US-Präsident Donald Trump und sein rechtsgerichtetes Maga-Lager, das sich die Parole „Make America Great Again“ zu eigen macht, haben mit Begeisterung auf den Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt reagiert. Trump selbst zeigte in einem Post auf seiner Social-Media-Plattform „Truth Social“ den blauen AfD-Balken sowie Hochrechnungen, die schon am Sonntagabend auf einen klaren Sieg hingedeutet hatten.

Richard Grenell, der ehemalige US-Botschafter in Berlin, nannte den Durchmarsch der rechtsgerichteten Partei einen „großartigen Sieg und einen neuen Tag für Deutschland“. Sowohl der US-Präsident als auch Grenell, der heute Sonderbeauftragter der Trump-Regierung ist, sind seit dem US-Wahlkampf 2024 Anhänger der AfD. 

Hintergründe zur Wahl in Sachsen-Anhalt – für Sie recherchiert

Der Unternehmer und Multimilliardär Elon Musk postete auf seiner Plattform „X“: „Gut gemacht! Es lohnt sich jetzt wieder, in Deutschland zu investieren“. Musk hatte sich während des Parteitags der AfD in Halle im vergangenen Januar live dazugeschaltet. Er bezeichnete die Partei als „die beste Hoffnung für Deutschland“. Musk forderte die Partei auf: „Kämpft für eine großartige Zukunft für Deutschland“. Auch warb er aus diesem Anlass dafür, die regulatorischen Zuständigkeiten der EU-Kommission zu reduzieren. Ihm und anderen Topmanagern aus der Tech-Industrie sind die Auflagen, die ihrer Branche von Brüssel gemacht werden, seit langer Zeit ein Dorn im Auge.  

Verbindungen von US-Politikern zur AfD

Auch andere Anhänger des Präsidenten lobten den Sieg. Der republikanische Senator Mike Lee warnte vor allem deutsche Kritiker der Partei: „Der Bundeskanzler behandelt die AfD so, als solle sie von der Demokratie ausgeschlossen werden“, schrieb Lee. „Versteht der Kanzler denn nicht, welches deutsche Klischee er damit bestätigt?“ Anna Paulina Luna, die den Bundesstaat Florida im Repräsentantenhaus vertritt, machte aus ihrer Begeisterung keinen Hehl. Auf „X“ bezeichnete sie das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt als „bahnbrechenden Sieg“. 

Ihr Post stieß bei anderen Trump-Anhängern auf helle Begeisterung. Einer reagierte mit den Worten „Deutschland braucht auch eine Maga-Bewegung wie die AfD“. Ein anderer schrieb: „Die AfD wird Deutschland und Europa retten. Weiter so, AfD!“ Luna war eine von mehreren US-Parlamentariern, die sich im vergangenen Dezember in Washington mit Vertretern einer AfD-Bundestagsdelegation getroffen hatten. Zuvor waren bei getrennten Besuchen ranghohe Parteimitglieder von Vertretern des US-Außenministeriums und des Nationalen Sicherheitsrats empfangen worden. Zudem pflegen Berater von US-Vizepräsident JD Vance Kontakte zur AfD.