Beim englischen Fußballklub FC Chelsea investierte er in fast 20 Jahren mehrere Milliarden Euro, doch dann folgte der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und Oligarch Roman Abramowitsch landete auf der britischen sowie EU-Sanktionsliste. Wenige Monate nach Putins Invasion verkaufte Abramowitsch den Klub – und tritt nun scheinbar als Putins Nachrichtenüberbringer in Erscheinung, wie Wolodymyr Selenskyj gegenüber „Sky News“ erzählte.
Demnach sei der Oligarch mit einer geheimen Nachricht von Putin zu ihm gekommen. Verbunden mit dem Angebot, auch eine Nachricht von Selenskyj an Putin übermitteln zu können. Die einzige Bedingung sei gewesen, dass die Nachricht geheim bleibe. Eine Forderung, die den ukrainischen Präsidenten nach eigenen Angaben wenig beeindruckte. Selenskyj habe ihm geantwortet: „Es ist Ihre Entscheidung; für uns spielt es keine Rolle, ob es öffentlich ist oder nicht.“
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Extra nach Kiew gereist: Abramowitsch übermittelt Botschaft an Selenskyj
Wie Selenskyj gegenüber „Sky News“ berichtete, war Abramowitsch nach Kiew gekommen, um herauszufinden, wozu die Ukraine bei möglichen Verhandlungen bereit sei. Der ukrainische Präsident erklärte dem Oligarchen daraufhin, dass das weniger an der Ukraine als an Russland selbst liege. „Ihr kämpft gegen uns und unser Territorium“, soll Selenskyj nach eigenen Worten geantwortet haben.
Seine eigene Hauptbotschaft sei gewesen: Die Ukraine werde den Donbass nicht aufgeben. „Wir werden nicht verschwinden und wir werden unser Territorium nicht verlassen, auf diese Weise werden wir euch den Sieg nicht schenken und ihr werdet es auch nicht bekommen“, erklärte Selenskyj im Interview mit „Sky News“. Er habe mit Abramowitsch auch über mögliche Kompromisse geredet, wobei er klargemacht habe, dass jeglicher potenzieller Kompromiss erst nach einem Waffenstillstand infrage käme. „Ein Waffenstillstand ist für uns der größte Kompromiss“, so Selenskyj.
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Persönliches Treffen? Putin lehnt Vorschlag von Selenskyj ab
Er bekräftigte nach eigener Aussage auch gegenüber dem Ex-Chelsea-Besitzer seine Bereitschaft für ein Treffen mit Putin, jedoch weder in Russland noch in Belarus. „Aus sehr nachvollziehbaren Gründen“, merkte Selenskyj an. Der ukrainische Präsident sprach in dem Interview mit dem britischen Sender auch über den offenen Brief, den er vergangene Woche an Putin geschrieben hatte. Darin bot er dem Kreml-Chef erneut ein persönliches Treffen an. Putin lehnte den Vorschlag jedoch umgehend ab und sagte bei einem internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg, dass er darin „keinen Sinn“ sehe.






